Aktionsplan unterstützt Toleranz

„Toleranz fördern-Kompetenz stärken“,das lokale Netzwerk stellt seine Arbeit im Haus der Jugend vor. Michael Lüning (r.) ,Leiter des Jugendprogramms, Susanne Klönne, VHS ,und Ulla Theisling (2.v.r.) ,Beraterin des Bundesprogramms, unterstützen die Themenprogramme der Integration. Foto:Claudia Schütte WAZ/FotoPool
„Toleranz fördern-Kompetenz stärken“,das lokale Netzwerk stellt seine Arbeit im Haus der Jugend vor. Michael Lüning (r.) ,Leiter des Jugendprogramms, Susanne Klönne, VHS ,und Ulla Theisling (2.v.r.) ,Beraterin des Bundesprogramms, unterstützen die Themenprogramme der Integration. Foto:Claudia Schütte WAZ/FotoPool
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Witten.. „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ heißt ein dreijähriges Bundesprogramm gegen Extremismus. 2011 wurde Witten aufgenommen und erarbeitete einen lokalen Aktionsplan. Nun ist Halbzeit. Im Haus der Jugend stellten sich am Samstag beendete Projekte vor, andere starten erst demnächst.

Auf der Bühne des Raumes spielen drei Musiker türkische und griechische Klänge, die wenigen Besucher bedienen sich am kalten Buffet. Woran der fehlende Andrang liegt, weiß Michael Lüning vom Amt für Jugendförderung, das den lokalen Aktionsplan koordiniert, nicht. Den Abend lässt man sich nicht verderben. Schließlich gibt es einiges zu sehen.

Das Deutsche Rote Kreuz stellt Ergebnisse des „Café International“ vor, in dem über 21 Nationen gemütlich bei Kaffee und Muffins zusammen saßen. Filmemacherin Andrea Lötscher zeigt den Kurzfilm „Weltweit, weltnah“, in dem sie acht Menschen mit Migrationshintergrund aus Witten zum Thema Rassismus und Toleranz interviewte. Eigentlich war eine Podiumsdiskussion geplant, unter anderem mit der Landtagsabgeordneten Verena Schäffer von Bündnis 90/Die Grünen und Jasmin Weber vom Kinder-Jugend-Parlament. Da plante man kurzerhand um.

Susanne Klönne von der Volkshochschule, die als externe Koordinierungsstelle das Amt für Jugendförderung unterstützt: „Wegen der wenigen Besucher setzten wir uns im Stuhlkreis zusammen und diskutierten im größeren Rahmen.“ Wichtigster Punkt: Wie kann man nachhaltig wirken, damit auch nach Abschluss des Programms etwas von den Projekten übrig bleibt? Konkrete Lösungsvorschläge gab es noch nicht. Die Idee von Jasmin Weber kam gut an: „Jeder bringt einen Menschen mit ins Projekt. So werden die Botschaften weitergetragen.“

Glaubwürdigkeit zählt

Zwölf Projekte waren es 2011. In diesem Jahr sind es erneut zwölf Aktionen gegen Extremismus, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden. 90 000 Euro stehen im Jahr für das Programm zur Verfügung. Wer den Zuschuss bekommt, entscheidet ein Begleitausschuss, in dem Susanne Klönne als beratendes Mitglied tätig ist. „Es gibt Regeln, nach denen die Mitglieder entscheiden, wer gefördert wird. Unsere Leitziele müssen beachtet werden. Der Träger muss glaubwürdig versichern, dass er weiß, was er tut.“

So steht am 27. Juni die nächste Entscheidung des Begleitausschusses an. Denn 5000 Euro sind übrig. Diese fließen in den Aktionsfonds Jugend. Nun muss entschieden werden, ob die Werkstadt den Zuschlag als Träger bekommt. Bei dem Aktionsfonds Jugend sollen Kleinstprojekte realisiert werden. Michael Lüning: „Das können Graffiti sein oder musikalische Projekte. Jugendliche sollen von den Bundesmitteln profitieren.“

Um Akzeptanz und Respekt drehen sich die Projekte. Ein Jahr dauert das Programm noch. Danach wird man sehen, wie nachhaltig sie tatsächlich waren.

 
 

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