70 Oldtimer starten bei Rallye der Wittener Rotarier

Erinnerungen an die erste Ente: Angelika Ewald (46) und Uwe Schero (49) mit dem berühmten Citroen, Baujahr 1985.
Erinnerungen an die erste Ente: Angelika Ewald (46) und Uwe Schero (49) mit dem berühmten Citroen, Baujahr 1985.
Foto: WAZ
70 Oldtimer, auf Hochglanz poliert, gingen bei der Benefiz-Rallye des Rotary-Clubs Witten-Hohenstein an den Start. Gummi-Enten waren auch dabei.

Witten..  Dieses etwas heisere, durchdringende Knöttern – wer über 40 Jahre zählt, muss sich nicht umdrehen, um zu wissen, wenn ein alter VW-Käfer anrollt. Am Sonntagmorgen, vor der Zufahrt des Hebezeugherstellers Neuhaus in Heven, waren die wenigen Käfer aber nur zu erlauschen, wenn daneben nicht gerade ein Porsche 911 röhrte oder ein Mercedes Diesel aus den 60ern tickerte. Mehr als 70 Oldtimer und Sportwagen passierten die Werkszufahrt, um die zweite Aufgabe der Oldtimer-Rallye des Rotary-Clubs Witten-Hohenstein zu erfüllen.

Nachdem die Beifahrer zuvor beim Start auf dem Ostermann-Parkplatz aus den Autos heraus Gummi-Enten aufpicken mussten, war in Heven Augenmaß bei einer Höhen-Schätzaufgabe gefragt. Oldtimer-Fans, die mit Kameras am Straßenrand warteten, blieb genug Zeit, sich die vierrädrigen Exoten anzusehen. Der Morgan von Wolfgang Mattern war dabei eines der Fahrzeuge, die besonders viele Blicken auf sich zogen.

Ein Morgan mit acht Zylindern und 200 PS

Dunkelgrün und glänzend sieht der Morgan mit den chromblitzenden Details viel betagter aus als er ist. „Seit den 30er Jahren bis heute wird das Auto gebaut. Meiner ist Baujahr 1996, hat acht Zylinder und 200 PS. Er ist aus Eschenholz und Aluminium handgefertigt“, sagt der stolze Besitzer, der ihn nur für Freizeitaktivitäten aus der Garage holt. Ein Schön-Wetter-Auto ist ebenfalls die „Ente“ von Uwe Schero: „In den 80er war ein Citroen 2 CV auch schon unser Auto, damals mein zweites überhaupt. Meine Frau und ich fanden es lustig, uns jetzt wieder einen zu kaufen.“

Es darf auch mal Bentley sein: Die ausladende Limousine von 1987 gehört Damian Trzcionka. Der Autohändler hat den Luxusschlitten vor einem Jahr mit echten 50 000 Kilometern auf dem Tacho aus Japan importiert, um ihn zu verkaufen. „Aber jetzt überlege ich, ob ich ihn behalte. Das ist ein so schönes, gut erhaltenes Auto – alles nur aus Leder, Holz und Blech“, schwärmt der Wittener und streicht liebevoll über die polierten Armaturen.

Tour nach Wülfrath halbes Jahr ausgearbeitet

Mit dem Oldtimer-Stammtisch und dem Stadtmarketing hat Jörg Dehne vom Rotary-Club die Rallye zum vierten Mal organisiert. Über ein halbes Jahr hat es gedauert, eine schöne Fahrstrecke bis nach Wülfrath und zurück festzulegen und das Logbuch für die Teilnehmer mit den Streckenhinweisen, Fragen und Aufgaben zu schreiben. „Aber jetzt haben alle ihren Spaß.“

Präsident Dr. Nellen geht davon aus, dass die Rallye fester Bestandteil des jährlichen Ereignisreigens im Clubkalender und in der Stadt bleibt: „Wir freuen uns, wie schnell sich die Oldtimerrallye für einen gemeinnützigen Zweck in Witten und darüber hinaus etabliert hat.“

EURE FAVORITEN