60 Spender zog es in die Sparkasse

Kleiner Piks, große Hilfe: Bernd Bartmann (DRK) nimmt Andreas Perkun (l.) Blut ab.
Kleiner Piks, große Hilfe: Bernd Bartmann (DRK) nimmt Andreas Perkun (l.) Blut ab.
Foto: WAZ

Witten..  Die Sparkasse lud am Mittwoch zum Spenden. Es ging nicht um Euros, sondern um Blut. Ob jung, ob alt: Rund 60 nahmen sich Zeit für den wichtigen Piks. Das Deutsche Rote Kreuz konnte sich über elf „Neulinge“ freuen. Und natürlich viele erfahrene „Spender-Hasen“.

„14 oder 15 Mal. Ich zähle meine Spendetermine nicht mehr“, sagt Romina Hustermann, die extra aus Ennepetal gekommen ist, um einen halben Liter Blut abzugeben – Ehrensache für sie. „Ich verstehe manche nicht, die gesund sind und nicht spenden wollen“, fügt sie hinzu, als sie sich nach dem Nadelstich mit einem Frikadellenbrötchen stärkt.

So erfahren wie die 50-Jährige ist eine „Liegen-Nachbarin“ noch nicht. „Es ist mein zweites Mal. Vor zwei Jahren hatte es nicht geklappt, da war ich zu leicht“, erinnert sich die 38-Jährige. Spender müssen nämlich sicherheitshalber 50 Kilo wiegen. Die junge Frau hat es trotzdem umgehauen. „Mir wurde etwas schummrig.“ Kein Grund zur Sorge. Krankenschwester Heike Kriehmig, seit fast 19 Jahren beim Blutspendedienst, „verordnet“ ihr eine halbe Stunde auf der Liege und einen Becher Cola.

Erst kommt der Arzt, dann die Nadel

Bei DRK-Mitarbeiter Paul Hartmann an „Station 1“ ist in der Zwischenzeit ordentlich Betrieb. Beim 61-Jährigen müssen sich alle mit ihrem Blutspendeausweis anmelden, auf dem wichtige Daten wie Name und Geburtsdatum gespeichert sind. Neuspender werden frisch in die „Kartei“ des DRK aufgenommen. „Gleich geht es zum Arzt. Der misst Blutdruck, Eisengehalt und Körpertemperatur“, erklärt der Fachmann. Wer Fieber oder Kreislaufprobleme hat, bekommt die Nadel erst gar nicht zu sehen.

Bei Andreas Perkun gab der Arzt grünes Licht. 1996 war er das letzte Mal beim Spenden. Die Stammzellentypisierung, die an diesem Tag mit dazugehört, habe ihn bewegt, wieder vorbeizuschauen. Durch die Typisierung kann festgestellt werden, ob man etwa für einen Leukämiekranken als Knochenmarkspender infrage kommt. Die letzten Tropfen kullern in einen Beutel auf einer Waage, die die Blutabnahme rechtzeitig stoppt. „Schon zu Ende? Das ging schnell“, wundert sich der 42-Jährige. Über sein Blut freut sich das DRK besonders: Seine Blutgruppe ist ziemlich selten. Vielleicht rettet sie schon bald ein Leben.

 
 

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