21-Jähriger wollte bei Versicherung abkassieren: I-Phone wurde gar nicht gestohlen

Der Versicherungsbetrug wurde vor dem Jugendschöffengericht in Bochum verhandelt. Foto: Otto
Der Versicherungsbetrug wurde vor dem Jugendschöffengericht in Bochum verhandelt. Foto: Otto
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Witten. Einen Raub vortäuschen, das I-Phone und die teure Armbanduhr als gestohlen melden - trickreich wollte ein 21-jähriger Wittener seiner Freundin sein Handy überlassen und gleichzeitig bei der Versicherung abkassieren. Doch die Rechnung ging nicht auf.

Der Plan war im Juli 2012 gereift. Bei der Polizei tischte der junge Mann die Lügengeschichte auf: Er sei ausgeraubt worden, der Täter habe sein Handy und seine teure Uhr mitgenommen. Er habe das I-Phone seiner Freundin schenken wollen, erklärte der 21-Jährige am Mittwoch (13.11.) vor Gericht. Von der Versicherung erhoffte er sich Bares: Weil er seine Uhr, „Opas Erbstück“, verloren habe. Zweiter Grund: „In Witten ist das Geld knapp.“ Seine Mutter half bei der Geldbeschaffung mit. „Ich habe ihm das mit dem Überfall geglaubt.“

Aufgeflogen war der Betrug, als die Polizei nach dem vermeintlichen Räuber suchte und das I-Phone ortete. Kurz drauf standen sie bei einer jungen Frau auf der Matte: die Freundin des Angeklagten, die das Mobiltelefon ja bekommen hatte.

Die Versicherung hatte tatsächlich gezahlt: 1230 Euro. Mutter und Sohn machten halbe-halbe.

Zurückzahlen könne er seinen Anteil nicht, sagte der 21-Jährige. „Das habe ich verbraten.“ Am Ende kam der Versicherungsbetrüger mit 200 Sozialstunden davon, sein Kollege mit 80. Er hatte die Überfallgeschichte bei der Polizei mit erzählt.