Zechen mit Tusche gezeichnet

Eine Bungert-Zeichnung von Zeche Centrum
Eine Bungert-Zeichnung von Zeche Centrum

Wattenscheid.  „Das Revier von Gestern“ - so lautet das Thema der Arbeiten von Helmut Bungert, der mit feinen Tuschefederstrichen zahlreiche alte Zechengebäude aus Wattenscheid, Bochum und dem gesamten Ruhrgebiet dargestellt hat.

Eine Ausstellung mit seinen Federzeichnungen ist vom 18. November bis 17. Februar in der Dortmunder Zeche Zollern (LWL-Industriemuseum) zu sehen. Die Eröffnung der Sonderausstellung „Das Revier von Gestern“ findet am kommenden Sonntag um 11 Uhr statt (Alte Werkstatt). Einführungsreden halten Museumsleiterin Dr. Ulrike Gilhaus und Michael Dückershoff, Leiter des Hoesch-Museums.

Der Wattenscheider Künstler (85) hat über viele Jahre hinweg akribisch in seinem Atelier an der Sommerdelle die historischen Motive gezeichnet. Die detailgetreuen Ansichten eröffnen interessante Einblicke in alte Bergwerk-Kulissen und in Ruhrgebietsgeschichte. Darunter sind u.a. heimische Zechen wie Holland, Centrum, Hannover, Fröhliche Morgensonne, Engelsburg.

Viele Gebäude und Förderturme sind längst abgerissen oder haben eine neue Nutzung erhalten. Helmut Bungert fördert dabei auch Ansichten zu Tage, die oftmals ganz in Vergessenheit geraten sind – zum Beispiel der Kohlenstollen einer Kleinzeche in Höntrop nach 1945. Die zahlreichen Federzeichnungen sind nicht nur in Büchern erschienen, sondern sorgten auch bei den Künstlertreffen „WAT kreativ“ für großes Interesse. Norbert Blüm bezeichnete ihn in einem Vorwort als „Baumeister der Erinnerung“.

 
 

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