X-Vision mit BoSys auf der Bühne

Deno Saliov, Tanzlehrer bei X-Vision, bereitet die Teilnehmer tänzerisch vor. Stephanie Riemenschneider (am Klavier) koordiniert für die Bochumer Symphoniker.
Deno Saliov, Tanzlehrer bei X-Vision, bereitet die Teilnehmer tänzerisch vor. Stephanie Riemenschneider (am Klavier) koordiniert für die Bochumer Symphoniker.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Wattenscheider Jugendprojekt X-Vision und Bochumer Symphoniker starten kostenloses (Tanz-)Projekt „Undance“ für Schüler der gesamten Stadt. Auftritt in der Stadthalle Wattenscheid bildet am 31. Mai 2015 den Abschluss. Castings für Interessierte am 3. und 4. Januar in der Musikschule Wattenscheid.

Wattenscheid..  Skurril, sonderbar? Akrobatisch, asynchron? Was kann man sich unter „Nicht-Tanz“ vorstellen? Diese Frage möchte das kostenlose Projekt „Undance“ beantworten und künstlerisch umsetzen. Die Bochumer Symphoniker (BoSy) teilen dafür Bühne und Proberäume mit dem sozialen Wattenscheider Jugendprojekt X-Vision und Bochumer Schülern.

„Soundsafaris haben bei den BoSys Tradition. Durch die interaktiven Projekte sollen Kinder und Jugendliche selbst erfahren, anstatt nur theoretisch zu lernen“, erklärt Stephanie Riemenschneider (46) das Konzept. Als Koordinatorin seitens der BoSy kommuniziert sie die „klassische Sichtweise“ im Hinblick auf musikalische und tänzerische Gestaltung. HipHop- und Street-Dance-Elemente bringt „Deno“ Saliov (28) von X-Vision ein. Zusammen mit dem kubanischen Tänzer Alexeider Abad Gonzales hat er erste Proben und Treffen mit Jugendlichen geleitet: „Als wir das Projekt an der Liselotte Rauner-Schule vorgestellt haben, gab es zunächst 80 Interessenten.“

Kreative Wege finden

Aktuell sind noch 27 dabei: „Wir haben angefangen, die Schüler auf den Auftritt vorzubereiten. Rhythmik, Akrobatik und Schauspielunterricht sollen die Grundlagen schaffen.“ Das Stück „Undance“ des britischen Komponisten Mark-Anthony Turnage ist eigentlich Ballett-Musik und keineswegs einfach, wie Riemenschneider gesteht: „Es ist ungewöhnlich, für Kids vielleicht sogar anstrengend. Darin besteht aber der Reiz. Sie sollen sich auf die Musik einlassen und durch eigene Kreativität einen ausdrucksstarken Zugang finden.“ Deno ergänzt: „Wir müssen es ihnen auch schmackhaft machen. Spaß bei den Proben ist fester Bestandteil.“

Stephanie Riemenschneider stellt außerdem ein besonderes Erlebnis in Aussicht: „Wir möchten den Teilnehmern auch das ‚Basislager’ der BoSys zeigen und sie im Idealfall bei einer Aufführung direkt im Orchester platzieren.“

Casting am 3. und 4. Januar 2015

Ein großes Casting durch X-Vision, erstmals in den neuen Räumen in der Musikschule Wattenscheid, folgt am 3. und 4. Januar. Teilnehmen können Schüler aus ganz Bochum (Klassen fünf bis zehn). Explizit verdeutlichen Deno und Riemenschneider: „Es ist kein Schulprojekt, sondern offen für alle.“

Eigene Musik komponieren und aufnehmen

Das große Ziel kann sich ebenso sehen lassen: Am 31. Mai wird „Undance“ um 11 Uhr in der Stadthalle Wattenscheid aufgeführt. Die Teilnehmer performen dann zusammen mit dem ca. 25-köpfigen Orchester ihre Ideen und Ergebnisse. Neben dem Titelstück sollen auch eigene Kompositionen integriert werden. „Die würden wir dann in unserem Studio aufnehmen und produzieren“, so Deno.

 
 

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