Wohnbebauung an der Varenholzstraße unrealistisch

Ein großes Wohngebiet soll an der Varenholzstraße entstehen.Foto:Stefan Arend
Ein großes Wohngebiet soll an der Varenholzstraße entstehen.Foto:Stefan Arend
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Grüne meinen, das gegenwärtige Planungsrecht schließe eine entsprechende Bebauung aus. Bebauungsplan und regionaler Flächennutzungsplan weisen das Gebiet als „Fläche für die Landwirtschaft“ bzw. Grünfläche zum Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung aus.

„Für unrealistisch“ halten die Wattenscheider Grünen eine Wohnbebauung zwischen der Varenholzstraße im Bereich Zilleweg und der Sudholzstraße. Ihrer Meinung nach schließe das gegenwärtige Planungsrecht eine entsprechende Bebauung aus. Sowohl der gegenwärtige rechtsverbindliche Bebauungsplan als auch der Regionale Flächennutzungsplan als übergeordnetes Planungsrecht und der Landschaftsplan Bochum-West weisen das Gebiet als „Fläche für die Landwirtschaft“ bzw. Grünfläche zum Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung aus, so Olaf Krause in einer Erklärung.

Einer Änderung dieses bisherigen Landschaftsschutzes müssten alle Städte des Planungsverbandes Regionaler Flächennutzungsplan zustimmen, so auch der Rat der Nachbarstadt Essen. Dies zeige, so Krause weiter, „dass diese Fläche als Teil eines regionalen Grünzuges eine hohe ökologische Bedeutung im Sinne des Freiflächen-, Arten- und Biotopschutzes für das gesamte Ruhrgebiet besitzt.“ Mit dem parkartigen Wäldchen, den Forstflächen, der Spiel- und Liegewiesen sowie dem Bolzplatz diene die jetzige Freifläche an der Varenholzstraße der Freizeitgestaltung und Erholung der Höntroper Bürger/innen.

Eine Bebauung würde dies zerstören. Darüber hinaus stelle sie einen ökologischen Eingriff dar, da Boden versiegelt, die Grundwassererneuerung beeinträchtigt, die Tier- und Pflanzenwelt reduziert würde. Außerdem fungiert die bisherige Freifläche als Frischluftschneise. Diese ökologischen Eingriffe müssten bei einer Bebauung durch Aufforstungen oder gegebenenfalls hohe Geldleistungen des Investors ausgeglichen werden. Letztlich verteuere dies die Baumaßnahme so erheblich, dass sie auch ökonomisch wenig sinnvoll erscheine.

Krause meint, dass bisher der Konsens zwischen allen Fraktionen in der Bezirksvertretung bestanden habe, die Freiflächen zwischen der Varenholz- und der Sudholzstraße als eine der wenigen größeren und zusammenhängenden Grünflächen unbedingt zu erhalten.

 
 

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