Tierpark Bochum übergibt neuen Storch an Vogelpark

Der Tierpark Bochum übergab einen Stroch an den Vogelpark Wattenscheid.
Der Tierpark Bochum übergab einen Stroch an den Vogelpark Wattenscheid.
Foto: privat

Wattenscheid..  Storchenweibchen Frida hat ein neues Zuhause, sie klappert nun in der großzügigen Storchen-Voliere im Stadtgarten. Seit dem Fuchsangriff Anfang Oktober, bei dem ein Storch ums Leben kam, hütete das Storchenmännchen des Vogelparks alleine das Nest. Jetzt ist er wieder in bester Gesellschaft.

Tierpfleger Lukas Gers brachte das Storchenweibchen vom Tierpark Bochum zum neuen Zuhause im Wattenscheider Vogelpark. Frida stammt aus der Tierpark-eigenen Nachzucht vom Frühsommer dieses Jahres.

Im Juni konnten sich die beiden Weißstörche Liselotte und Fridolin über vierfachen Nachwuchs freuen. Seitdem sind die Jungstörche enorm gewachsen und konnten von den Besuchern in der Außenanlage bei ihrer prächtigen Entwicklung beobachtet werden. Doch jedes Jungtier wird einmal flügge und verlässt das elterliche Nest. Im Vogelpark leistet Frida nun dem eingesessenen Storchenmännchen Gesellschaft. Zoodirektor Ralf Slabik: „Der erstmalige Nachwuchs bei unseren Störchen in diesem Jahr war überaus erfreulich. Wir hoffen natürlich, dass aus unserem Weibchen und dem Wattenscheider Storchmännchen wieder ein neues Zuchtpaar entsteht, das in Zukunft hoffentlich auch für Nachwuchs sorgen wird.“

Seit dem Überfall auf einen der Störche im Stadtgarten wurde die Voliere schnell wieder instand gesetzt und zusätzlich gesichert. Tierpfleger Hans-Werner Moser: „Da Füchse auch durch Untergrabung versuchen, einen Weg in die Gehege zu finden, wurde die Storchenanlage mit einem Grabeschutz unter der Erde verstärkt. Auch die Netze sollen zukünftig durch feinmaschige Stahlnetze ersetzt werden.“

Weißstörche pflanzen sich zwischen Anfang April und Anfang August fort. Sind die Eier gelegt, werden sie rund 30 Tage bebrütet, bevor die Küken schlüpfen. Sie werden mit etwa vier Jahren geschlechtsreif und können über 35 Jahre alt werden. Das typische Klappern ihrer Schnäbel ist nicht nur Teil des Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten.

 
 

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