Szenario: Feuer bricht in Schule aus

Redaktion
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Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum/Wattenscheid. Bedrohliches Szenario: Bei einer Weihnachtsfeier in der Schule bricht ein Feuer aus. Die Rettungskräfte müssen Menschen in Sicherheit und den Brand unter Kontrolle bringen. Zum Glück war dies nur eine Übung.

Dabei waren am Freitagabend vier Wattenscheider Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, und zwar an der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Bochum. Der Fokus bei der großen Gemeinschaftsübung lag auf den Themen Kameradschaft und Zusammenarbeit. „Bei uns stellt die Kameradschaft, das Arbeiten im Team und die funktionierende Zusammenarbeit mit Einsatzkräften anderer Löscheinheiten eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss eines Einsatzes dar“, erklärt Höntrops Feuerwehrsprecher Niko Halwer. Die Retter aus Höntrop hatten dazu ihre Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Günnigfeld und Eppendorf zur Jahresabschlussübung eingeladen. Gemeinsam übten die drei WAT-Löscheinheiten und ergänzten sich gegenseitig. Die Sondereinheit „Information und Kommunikation“ der Freiwilligen Feuerwehr Bochum nahm ebenfalls teil, um die drei Einheiten als „mobile Leitstelle“ zu koordinieren. Die in Günnigfeld an der Böckenbuschstraße gelegene Sondereinheit „Verpflegung“ rundete den Abend mit einer anschließenden Mahlzeit ab. Insgesamt kamen vier Löschfahrzuge und drei Mannschaftstransportfahrzeuge sowie ein Einsatzleitwagen zum Einsatz.

Das Szenario: Mehrere Personen wollen in der Schule gemütlich einen Freitagabend verbringen. Ein Vater, Chemiker an einer Universität, hat sogar ein Experiment vorbereitet, doch bei der Durchführung fängt der Klassenraum an zu brennen. Mehrere Verletzte mit Brandwunden sind sofort durch den dichten Rauch im Gebäude gefangen oder können sich in den Aufzug retten, der durch den Brand aber stecken bleibt. Jugendliche, die sich eine Etage darüber befinden, bemerken den Brand erst spät.

Brandschutztüren nicht verkeilen

In dieser Zeit hat sich der Rauch durch offene, verkeilte Brandschutztüren in den Fluren und den beiden Fluchtwegtreppenräumen verbreitet, so dass auch die primär nicht betroffenen Personen das Gebäude nicht mehr verlassen können. Dies alles zeige einmal mehr, dass die Hinweise der Feuerwehren ernst zu nehmen sind, Brandschutztüren, die eine Ausbreitung des Rauches verhindern sollen, nicht zu verkeilen, betont Halwer. Die ersteintreffende Freiwillige Feuerwehr Höntrop erkundete die Lage und leitete erste Rettungsschritte ein. Schnell rückten die Einheiten Günnigfeld und Eppendorf nach. Gemeinsam bildeten sie zwei Abschnitte, um den Vermissten Hilfe zu leisten. Halwer: „Die gemeinsame Jahresabschlussübung war ein voller Erfolg.“