Siedlergemeinschaft feiert 80-Jähriges

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Die Siedlergemeinschaft Bochumer Verein I blickt auf 80 Jahre und feierte den runden Geburtstag mit einem Siedlerfest.

Gemeinsamkeit, Zusammenhalt und nachbarschaftliche Hilfe werden hier immer noch groß geschrieben – auch wenn sich die Zeiten seit der Gründung gewandelt haben. Vor 80 Jahren zogen die ersten Familien ein in die Siedlung, die der Bochumer Verein errichten ließ. Um seine Arbeitskräfte zu binden. Nur Facharbeiter und Angestellte wurden beim Verkauf der Eigenheime zunächst berücksichtigt. Die Nachfrage nach den Häusern vor den Werkstoren war groß, es folgten weitere Gebäude. Viele Gärten wurden für Obst- und Gemüse-Anbau sowie Kleintierhaltung genutzt.

Die große Wohnsiedlung an der Essener Straße zwischen Röntgen-, Siemens, Leibniz-, Bunsen- und Ahbachstraße hat eine bewegte Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg waren der Bochumer Verein als Waffenfabrik im Norden und die Flugabwehr im Süden Ziele der alliierten Luftangriffe – dazwischen die Siedlung, getroffen von vielen Bomben. Die Hälfte der Häuser wurde beschädigt, von 185 wurden 42 ganz oder teilweise zerstört, Bewohner wurden getötet und verletzt. Nach dem Krieg dann der Wiederaufbau, weitere Häuser entstanden mit viel Eigenleistung. In dieser schweren Aufbauzeit war die nachbarschaftliche Hilfe wichtiger Bestandteil.

Eine Gruppe sportbegeisterter Siedler machte sich 1949 dafür stark, in der benachbarten Schlackenhalde „Saure Wiese“ einen Tennisplatz anzulegen – es folgte die Gründung des Vereins TG 49.

Gelebte Gemeinsamkeit

Den Grundgedanken der „gelebten Gemeinsamkeit“ der Erstsiedler haben viele (Enkel-)Kinder und die neu Hinzugezogenen fortgeführt. Der Vorstand der Siedlergemeinschaft – 1. Vorsitzender ist Daniel Hampe – vertritt auch nach außen die Interessen der Anwohner. Vieles konnte so positiv beeinflusst werden.

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