Senioren gestalten Stadtteil

Bei einem Stadtteilrundgang wurden bereits Bismarckplatz und Umgebung besichtigt. Nadine Urlacher (2. v. r.) leitete den Spaziergang.
Bei einem Stadtteilrundgang wurden bereits Bismarckplatz und Umgebung besichtigt. Nadine Urlacher (2. v. r.) leitete den Spaziergang.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Quartiers-Werkstatt geht in die zweite Runde. Ideen und Anregungen sollen auf den Weg gebracht werden. Öffentliches Treffen findet am 12. Mai im Caritas-Zentrum statt.

Wattenscheid.  Köpfe und Ideen sind die Werkzeuge und Produkte dieser Werkstatt. In Wattenscheid-Mitte soll man gut älter werden und alt sein können. Daher geht die Expertenrunde der SeniorInnen in die zweite Runde. Das Projekt „Altengerechte Quartiere.NRW“ ruft am Donnerstag, 12. Mai, um 15 Uhr erneut ins Caritas-Zentrum an der Propst-Hellmich-Promenade 29.

Bei der Veranstaltung geht es „konkret um die Wünsche, Ideen und Bedarfe der älteren Bewohner – denn sie sind die Experten für ihr Leben und ihr Umfeld“, umschreibt Quartiersentwicklerin Nadine Urlacher von der Caritas den Ansatz der Aktion. Zum Auftakt bat Urlacher: „Laden Sie mich auf einen kleinen Rundgang durch Ihre Nachbarschaft ein.“

Drei Besichtigungen haben mittlerweile stattgefunden: In der Südfeldmark (u.a. Moltke- und Sommerdellenstraße), in der südlichen Innenstadt (u.a. Propst-Hellmich-Promenade, Fußgängerzone und Brauhof) sowie rund um den Bismarckplatz zur Marktzeit. „Unterwegs waren wir in Gruppen von fünf bis zehn Leuten, so dass wir gut miteinander ins Gespräch kommen konnten“, so Urlacher. Weitere Spaziergänge sind geplant: „Wir haben viele kleinere Viertel noch nicht besucht. Vorschläge und Einladungen von Anwohnern sind jederzeit willkommen.“ Interessant wären z. B. Rundgänge durch Watermannsweg/Hüller-straße oder durch das Quartier Graf-Adolf-Straße/Heidestraße.

Bei der zweiten Quartiers-Werkstatt sollen am Donnerstag die Ideen und Anregungen aus den Stadtteilspaziergängen und das, was beim ersten Treffen am 21. April eingebracht wurde, zusammengefügt werden. Gewünscht seien u.a. mehr Gemeinschaft und Begegnung, vor allem in den äußeren, von der Innenstadt entfernteren Gebieten. Solche Anregungen sollen nun „gemeinsam in die Tat umgesetzt, auf den Weg oder an die richtige Stelle gebracht werden“, erklärt die Caritas Mitarbeiterin.

Dafür habe sich bereits eine Teilnehmer-Basis gefunden: „Zum Auftakt waren rund 50 Leute vor Ort, auch Offizielle von Verbänden und Interessensvertreter aus Politik, Einzelhandel und von Wohnungsunternehmen.“ Das zeige, dass die Meinungen der älteren Menschen sehr ernst genommen und als wichtig erachtet werden. Am 12. Mai wird über Regelmäßigkeit und Uhrzeit der nächsten Werkstatt-Treffen entschieden. Zudem betont Urlacher: „Neue Teilnehmer sind immer gern gesehen.“ Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle Anwohner und Nachbarn, Angehörige und Freunde älterer Menschen.

 
 

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