Schlenker soll Sicherheit schaffen

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.. Alles neu macht der Mai, vor allem im Eppendorfer Ortskern: Vor wenigen Wochen konnte die WAZ vermelden, dass die bisherigen gelben Markierungen zur provisorischen Verkehrsführung durch endgültige, weiße Linien auf der Fahrbahn rund um die Eiche „Am Thie“ ersetzt worden sind. Die Übergangsregelung, erarbeitet auf einer Bürgerversammlung im Herbst 2011, konnte sich bewähren, damit ist auch der historische Baum gerettet. Doch die Stadt hat noch weitere Maßnahmen in Eppendorf ergriffen. Im Bereich der abknickenden Vorfahrt zur Engelsburger Straße steht seit vergangener Woche eine Bake an der Schützenstraße, Markierungen auf beiden Seiten verkleinern den Fahrbahnbereich.

Vorfahrtsunfälle mit Verletzten

So können Autofahrer ab sofort nicht mehr geradeaus ihren Weg auf der Schützenstraße fortsetzen, sondern müssen einen kleinen Schlenker um die Bake und Fahrbahnmarkierung herum in Kauf nehmen. „Es handelt sich dabei um Sofortmaßnahmen zur Beseitigung eines Unfallschwerpunktes. Denn in der Vergangenheit kam es häufiger zu Vorfahrtsunfällen mit Verletzten“, erklärt Tanja Wißing vom Presseamt der Stadt die Hintergründe. Ausschlaggebend für diese Unfälle sei in den meisten Fällen gewesen, dass die Verkehrsteilnehmer nicht eindeutig erkennen konnten, wohin der Unfallgegner letztendlich fahren wollte. Die Diskussion um ein Tempolimit habe in diesem Bereich keine Rolle gespielt. „Es ist nicht zu erkennen gewesen, ob derjenige auf der Engelsburger Straße nun nach links der Vorfahrt folgen oder rechts beziehungsweise geradeaus in die Schützenstraße einbiegen wollte“, schildert Wißing.

Die jetzige Lösung soll den Zweck erfüllen, dass Autofahrer aus Eppendorf kommend ab sofort die Geschwindigkeit verstärkt reduzieren müssen. Daraus ergibt sich wiederum eine größere Reaktionszeit für Verkehrsteilnehmer, die auf der Schützenstraße ihren Weg in den Ortskern fortsetzen wollen. Langfristig bleibt an dieser Stelle allerdings ein Kreisverkehr das Ziel der Stadtplaner: „Das wäre die bessere und sicherste Lösung, da hierdurch eine eindeutige Regelung erfolgt. Auch für Fußgänger würde die Situation wesentlich angenehmer“, sagt Stadtsprecherin Wißing. Schließlich werde ein Kreisverkehr außerdem mit Fußgängerüberwegen ausgestattet. Für die „große Lösung“ sieht die Verwaltung zurzeit allerdings keinen finanziellen Spielraum.

Von den Neuerungen sind außerdem die Buslinien 394 und NE5 der Bogestra betroffen. Bislang liegen dem Verkehrsunternehmen aber keine Störungsmeldungen vor: „Nach jetzigem Stand kommen unsere Busse dort problemlos durch“, teilt Sprecherin Sandra Bruns mit.

Die Polizei wird den Bereich Schützen-/Engelsburger Straße mit den getroffenen Maßnahmen für circa ein Jahr beobachten. Im Anschluss soll die Statistik zeigen, ob die Unfallgefahr auch praktisch zurückgegangen ist.

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