Rentner soll Tiere mit Hammer geschlagen haben

Ein 68-jähriger Hundehalter aus Günnigfeld, der mit einem großen Besenstiel und einem Hammer auf zwei Schäferhunde eingehauen haben soll, auf Rücken und Kopf, ist gestern vor dem Amtsgericht straflos davongekommen.

Das Amtsgericht stellte das Verfahren gegen den Mann ohne Auflagen ein. Die beiden Tatzeuginnen wurden nicht angehört, obwohl sie auf dem Gerichtsflur gewartet haben.

Am Morgen des 4. Februar hatten sich der Schäferhund und die Schäferhündin des Rentners und seiner Lebensgefährtin in seinem Garten verbissen. Weil sie sich nicht vertrugen, lebte die Hündin im Zwinger, der Hund in der Wohnung.

Schäferhund wurde abgegeben

Aus einem unbekannten Grund gelangte der Wohnungshund aber in den Garten, so dass die Tiere aufeinander losgegangen sind.

„Ich bin sofort mit dem Besen dazwischen“, sagte der Angeklagte. „Ich wusste mir nicht anders zu helfen.“ Den schwereren Vorwurf wies er aber zurück: Ein Hammer sei gar nicht in der Nähe gewesen. Und: Hätte er wirklich mit einem Hammer zugeschlagen, wäre das Tier „wahrscheinlich nicht mehr aufgestanden“. Laut Anklage sollen beide Tiere durch die Schläge „erhebliche Schmerzen“ erlitten haben.

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft. Der Wohnungshund wurde wenige Tage nach dem Vorfall in andere Hände abgegeben. Verletzungen an den Tieren oder sonstige Auffälligkeiten wurden nicht festgestellt.

Die Tatzeuginnen bekräftigten nach dem Prozess, dass der Angeklagte auch mit einem Hammer zugeschlagen habe. Ihre Aussage war für die Justiz, auch die Staatsanwaltschaft, nicht mehr wichtig. Eine Erklärung dafür gab es nicht.

 
 

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