Rekorderlös bei Fahrradbörse für Taifun-Opfer

Die 13. Wattenscheider Fahrradbörse fand am Samstag auf dem Schulhof der Liselotte-Rauner-Schule statt.
Die 13. Wattenscheider Fahrradbörse fand am Samstag auf dem Schulhof der Liselotte-Rauner-Schule statt.
Foto: WAZ
„Terre des hommes“ Arbeitsgruppe Wattenscheid/Bochum sammelte über 1500 Euro. Verkäufer reisten zur 13. Wattenscheider Fahrradbörse sogar aus Witten und Leichlingen an. 37 ehrenamtliche Helfer engagierten sich für einen erfolgreichen Ablauf. Spenden gehen an philippinische Opfer des Tropensturms „Haiyan“.

Wattenscheid.  „Die 13. Wattenscheider Fahrradbörse zugunsten der Taifunopfer auf den Philippinen stellte sich als Glückstag heraus.“ So fasst Christiana Obermüller, Gründerin der Wattenscheider Arbeitsgruppe von „terre des hommes“ das neue Rekordergebnis von Samstag erfreut zusammen. „Es ist das bisher beste Ergebnis erreicht worden. Wir haben 1339 Euro an Verkaufserlös erzielt. Außerdem wurden zusätzlich durch die Liselotte-Rauner-Schule und weitere Spender noch 177,91 Euro zur Verfügung gestellt.“

Von 9.30 bis 13 Uhr verwandelte sich der Schulhof an der Voedestraße am Samstag wieder einmal zum Mekka für Radbegeisterte und Schnäppchenjäger. 76 Fahrräder, Roller und Laufräder für jeden Anspruch und Geldbeutel standen zum Verkauf. Michael Morgenstern, Leiter des Fahrradprojektes der Diakonie, sorgte mit seinen beiden Mitarbeitern der Werkstatt Constantin-Bewatt für fachmännische Unterstützung: „Hier waren schon einige richtige Bonbons dabei. Wir haben einen kostenlosen Check-up geboten. und direkt kleinere Reparaturen durchgeführt.“

Etablierte Institution

Die langjährige Zusammenarbeit aller Beteiligten ist für Obermüller einer der Erfolgsfaktoren: „Morgens bauen Schüler freiwillig auf. Terre des hommes ist mit 14 Leuten aktiv, Lehrer und der Hausmeister der Schule packen kräftig mit an und wir haben schon echte Stammkunden.“ So auch Andreas Bonrath, der die „Familienräder anbietet“ und schon nach zwei Stunden fünf von sechs verkaufen konnte.

Der Erlös geht in diesem Jahr an die Opfer des Tropensturms „Haiyan“, der im November 2013 auf den Philippinen wütete. Obwohl sich die Versorgungssituation in einigen Gebieten entspannt hat, sind bestimmte Regionen immer noch auf Hilfe angewiesen. Die Spenden sollen nicht nur beim Wiederaufbau, z.B. von Schulen und KiTas, helfen, sondern auch für die Entwicklung eines Präventionsprogramms genutzt werden, um besseren Schutz bei zukünftigen Tropenstürmen gewährleisten zu können.

Transporter würde Vorbereitungen erleichtern

Neben der Anmeldegebühr gingen zehn Prozent pro verkauftem Gefährt an „terre des hommes“. Besonders wichtig waren wieder die Spendenräder: „Von diesen geht der komplette Erlös direkt an unser Hilfsprojekt“, dankt Obermüller den Spendern. Leider fehle es noch an geeigneten Transportmöglichkeiten, um vorab auch einen „Abholservice“ anzubieten: „Dies wäre sicherlich noch ein weiterer Schub für die eh schon erfolgreiche Börse.“ Trotzdem stellten Bürger 20 Räder zur Verfügung, von denen 19 direkt weiterverkauft wurden und eins der Werkstatt übergeben wurde.

 
 

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