Radfahrer besonders gefährdet

Ralf Drews
Foto: Gero Helm, press image

Wattenscheid.  Mehrere Verkehrsunfälle mit Radfahrern hat es auch in diesem Jahr auf dem Zeppelindamm gegeben, dabei wurden die Radler teils schwer verletzt. Diskutiert wird schon seit geraumer Zeit über Maßnahmen, um diese vielbefahrene Strecke sicherer zu machen.

Ein Dauerthema: Die Seitenstreifen des Zeppelindamms sind stellenweise regelrecht zugeparkt mit Fahrzeugen und Werbeanhängern. Das stellt eine Gefahrenquelle dar für Radfahrer, die ausscheren müssen, und für Autofahrer, die aus den Nebenstraßen abbiegen wollen, aber nur schwer freien Blick auf die Straße haben, auf der bis zu 70 km/h erlaubt sind. Das Problem tritt gehäuft vor allem in dem Abschnitt zwischen Fußgängerbrücke und Zollstraße auf, aber auch andere Bereiche des Mehrzweckstreifens sind manchmal zugestellt. Beschwerden darüber gibt es schon länger, nur hat sich bisher nichts geändert.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Parken dort erlaubt

Obwohl die Straßenverkehrsordnung vorschreibt, dass in Fahrtrichtung geparkt werden soll, stehen einige Werbeanhänger quer zur Fahrtrichtung. Vor allem dieses Parken bringt erhebliche Gefahren mit sich. Der Zeppelindamm liegt außerhalb geschlossener Ortschaften und ist nicht mit Laternen versehen. Bei Dunkelheit werden die Rückstrahler quer abgestellter Anhänger nicht angestrahlt, die dann schlecht erkennbar sind.

Die CDU hatte die Problematik bereits im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität angesprochen. Die Verwaltung erklärte dazu, grundsätzlich sei das Parken auf dem Mehrzweckstreifen für einen Zeitraum von zwei Wochen erlaubt, das häufig praktizierte Parken quer zur Fahrtrichtung allerdings nicht. Die Verkehrsüberwachung sollte verstärkt Kontrollen durchführen. Außerdem prüft die Verwaltung derzeit, ob das Parken in diesem Bereich des Zeppelindamms eventuell langfristig zugunsten des Radverkehrs durch eine entsprechende Beschilderung untersagt werden kann. Dazu werden Abstimmungsgespräche mit dem Landesbetrieb Straßen NRW geführt, in dessen Baulast sich der Zeppelindamm befindet.

Für die Einrichtung eines Fahrradstreifens plädiert SPD-Bezirksvertreter Egbert Nienaber, „dadurch würde die Sicherheit für Radfahrer deutlich erhöht“. Bislang gibt es nur eine wenige Meter lange Radweg-Markierung im Bereich der Kreuzung Zollstraße/Preins Feld/Todts Feld, die als ein Unfallschwerpunkt gilt; dies dient dazu, insbesondere abbiegende Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, dass der Mehrzweckstreifen auch als Radweg genutzt wird.