Quartier an der Ruhrstraße schaffen

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Wattenscheid..  Noch ist ein weiter Weg zu gehen, stehen die Planungen zur Bebauung der Ruhrstraße Richtung Weitmar doch erst in den Startlöchern. Aber die SPD will die Anwohner und Nachbarn schon jetzt mitnehmen, bevor die Verwaltung erste, konkrete Schritte tätigt. Ideen sammeln, Vorschläge in die beratenden Gremien weiterleiten: Darum ging es bei der Bürgerversammlung am vergangenen Mittwoch im Elsa-Brändström-Haus, über 100 Interessierte nahmen das Angebot der Eppendorfer Genossen wahr.

Doch bevor die Diskussion in Gang kam, stellte zunächst die SPD Möglichkeiten vor, wie das frühere Sportplatzgelände und eventuell auch das Grundstück mit der Grundschule an der Ruhrstraße zukünftig aussehen könnten. Noch besteht kein verbindliches Konzept. „Wir haben gemerkt, dass es sehr viele Einfamilienhäuser in Eppendorf gibt, die nicht unbedingt altersgerecht ausgestattet sind. Unser Gedanke war nun, dass die Menschen, die darin leben, vielleicht im höheren Alter ihr Eigentum an junge Familien übergeben wollen, aber keine alternativen Wohnmöglichkeiten in Eppendorf finden“, skizzierte SPD-Ortsvereinschef Lars Nienke Pläne, wonach neue, barrierefreie Wohnungen vor Ort entstehen sollten.

Junge Familien ansiedeln

VBW-Geschäftsführer Norbert Riffel ergänzte: „Es macht Sinn, Siedlungen für Jung und Alt nicht einseitig zu entwickeln. Daher spreche ich lieber von einer Barrierearmut, die sich auch Familien wünschen.“ Generell gelte es, ein solches Projekt ganzheitlich, also als „Quartier“ voranzubringen.

Dieser Vorgabe schlossen sich die meisten Wortmeldungen an, die Nienke abschließend zusammenfasste: 1. Am Ende muss der neue Wohnraum bezahlbar sein, die Mieten dürften nicht zu hoch angesetzt werden. 2. Eppendorf gehört im Schnitt zu den ältesten Ortsteilen in Bochum. Vor allem junge Familien sollen daher kommen. 3. Eine vollständige Quartiersentwicklung auf den insgesamt 18 000 Quadratmetern sei wünschenswert. Dazu gehört auch eine Art Stadtteilzentrum, das sich viele Bürger in der ehemaligen Grundschule vorstellen könnten, nachdem dort die Flüchtlinge, die erst noch einziehen werden, wieder ausgezogen sind. Auch das Schulmuseum könnte dann wieder auf der Tagesordnung stehen. 4. Eppendorf soll sich dem Thema Flüchtlinge positiv gestimmt annehmen. 5. Es soll möglichst wenig bebaut werden im Ort. Ein Anliegen, dass wohl noch nicht für dieses Gelände gilt. 6. Die Baugebiete an der Ruhrstraße müssen aufeinander abgestimmt werden. 7. Dazu gehört nicht weniger ein schlüssiges Verkehrskonzept.

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