Prälat Hermann Mikus ist verstorben

Das Bild zeigt das Ortsjubiläum (60 Jahre) von Prälat Hermann Mikus in der Propsteikirche St. Gertrud (2013). Foto:Gero Helm
Das Bild zeigt das Ortsjubiläum (60 Jahre) von Prälat Hermann Mikus in der Propsteikirche St. Gertrud (2013). Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Geistlicher initiierte die Pfarreienfreundschaft zwischen Wattenscheid und Nivelles

Wattenscheid..  In den späten Abendstunden des ersten Advents verstarb Prälat Hermann Mikus im Altenheim St. Elisabeth von Thüringen. Er war im 98. Lebensjahr und im 68. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Hermann Mikus wurde am 14. Mai 1919 in Bad Lippspringe geboren. Nach seiner Priesterweihe, die er am 2. April 1949 in Paderborn empfing, war Hermann Mikus zunächst Pfarrvikar in Gevelinghausen mit der Privatkirche des Freiherrlichen Hauses von Wendt. Im Mai 1953 wurde er nach Wattenscheid versetzt, wo ihm der Dienst als Religionslehrer an den städtischen Berufs- und Berufsfachschulen, der Handelsschule sowie an der Zechenberufsschule übertragen wurde.

„Aufgrund seines über 60-jährigen Wirkens in Wattenscheid war Prälat Mikus für viele das Gesicht von katholischer Kirche und geschätzt als aufmerksamer Begleiter in persönlichen und familiären Krisensituationen“, so Propst Werner Plantzen. Durch das Pfarrpatronat St. Gertrud von Brabant ergab sich eine enge Verbindung mit der belgischen Stadt Nivelles. Sie führte zu einer Pfarreienfreundschaft mit dieser von den Deutschen so arg zerstörten Stadt. Dank der Initiative von Prälat Mikus gibt es seit 1957 die jährliche Teilnahme der Wattenscheider an der Tour Sainte Gertrude, der sich weitere deutsche Gemeinden angeschlossen haben. Sein Wirken für Verständigung und Versöhnung hat ihn erfüllt und froh gemacht.

Das Auferstehungsamt wird Samstag, 3. Dezember, um 10 Uhr in der Propstei St. Gertrud gefeiert. Propst Plantzen: „Am Donnerstag, 1. Dezember, beten wir um 18 Uhr die Totenvesper in der Propsteikirche.“ Bis zur Beisetzung besteht die Möglichkeit des Verabschiedens von Prälat Mikus in der ehemaligen Taufkapelle des Kolumbariums St. Pius.

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