Osterfeuer heizt Besuchern ein

DieFlammen schlugen hoch an der Engelsburger Straße. Aber die Feuerwehr hatte alles im Griff.Foto:Ingo Otto
DieFlammen schlugen hoch an der Engelsburger Straße. Aber die Feuerwehr hatte alles im Griff.Foto:Ingo Otto
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
1500 Gäste kamen zur Großveranstaltung des Eppendorfer Heimatvereins.Bei 300 brennenden Tannenbäumen und 30 Litern Glühwein trotzten sie der Kälte

Wattenscheid..  Das Feuer vom Himmel zu holen, war leider nicht möglich. Zu viel Wind aus der falschen Richtung verhinderte das spektakuläre Entzünden des Osterfeuers beim Eppendorfer Heimatverein (EHV). Doch kamen so Lea (7) und Lia (9) zu ihrem großen Auftritt: Per Hexenbesen sorgten sie dafür, dass um kurz nach 19 Uhr 300 Tannenbäume in Flammen aufgingen.

Kamen in der Vergangenheit Steine und Stahl zum Einsatz, ist das spezielle, thematische Anzünden beim EHV zur Tradition geworden. „So, wie es das Brauchtum im Ursprung verlangt“, schilderte Vorsitzender Gerd Robok.

Erneut ließ der Verein auch die Flammen für sich sprechen. Ein Programm findet am Karsamstag rund ums Feuer herum nicht statt. Stattdessen setzt der EHV auf Flammen und Verpflegung. Gemäß der Devise, die erste große Freiluftveranstaltung nach der Winterzeit zu gestalten, stand auch diesmal die Geselligkeit im Fokus.

Trotz der Kälte standen nur wenige Besucher ohne Glas mit kühlem Inhalt auf dem Gelände des Thorpe-Heimatmuseums, doch feierte ebenso der Glühwein seine Auferstehung. „30 Liter hatten wir vorbereitet. Am Ende war nichts mehr übrig“, sagte EHV-Sprecher Dieter Mußmacher. Außerdem hatte die Eppendorfer Gruppe Waffeln, Stockbrot für Kinder sowie den „berühmten“ Thorpe-Tropfen im Angebot. Ebenso beliebt: Das „gute alte“ Schmalzbrot. Vielleicht auch deshalb, weil die Menschenschlange am Bratwurststand im Laufe des Abends kaum kürzer wurde. Mußmacher stellte dazu klar: „Allein für die zwei Grills brauchen wir 16 Helfer in zwei Schichten. Zudem müssen wir die anderen Stände besetzen. Wir arbeiten ehrenamtlich und haben begrenzte Kapazitäten.“

Rund 1500 Besucher zu versorgen, sei für den Verein ein entsprechender Kraftakt. Zumal die Helfer schon morgens ordentlich anpacken mussten. Erst am Tag des Feuers werden die Tannenbäume aufgeschichtet, „um zu verhindern, dass Kleinlebewesen im Feuer umkommen. Doch haben wir dabei bislang noch nie welche gefunden“, so Mußmacher. Vor allem die Eppendorfer Jugendfeuerwehr hatte zum Ende der Weihnachtszeit reichlich ausgediente Tannenbäume gesammelt und an der Engelsburger Straße abgegeben. Am Karsamstag sorgten wiederum die hiesigen Blauröcke für ein sicheres Osterfeuer. „Ohne diese Hilfe wäre ein so großes Feuer gar nicht umzusetzen“, dankte Mußmacher und freut sich auf ein Wiedersehen mit allen Beteiligten im nächsten Jahr. Auch dann wird sich fast das gesamte Dorf erneut zum Aufgalopp in die Freiluftsaison beim EHV treffen – zum insgesamt 17. Mal.

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