Neues Altenheim ist bezugsfertig

Am 31. Mai ziehen die Altenheim-Bewohner ein.  Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Am 31. Mai ziehen die Altenheim-Bewohner ein. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
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Wattenscheid.. Viel Glas, viel Licht, helle Zimmer, und die Voliere mit den Papageien ist auch schon aufgebaut: Das neue städtische Seniorenheim an der Graf-Adolf-Straße ist bezugsfertig, Handwerker erledigen nur noch Restarbeiten. Am kommenden Dienstag werden dort die restlichen 84 Bewohner des Altenheims Beisenkamp einziehen, das geschlossen wird.

Nach gut 18 Monaten Bauzeit ist das moderne Gebäude fertiggestellt. Die Bewohner leben in sechs Wohngruppen mit je 14 Plätzen. Jede Wohngruppe hat zehn Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer, eine Küche mit Speise- und Aufenthaltsraum sowie einen zusätzlichen Aufenthaltsbereich. Die Doppelzimmer sind für Ehepaare und Menschen gedacht, die nicht gern allein in ihrem Zimmer wohnen wollen.

Die im Eingangsbereich liegende Cafeteria lädt Bewohner, Angehörige und alle sonstigen Gäste zum Verweilen ein; es gibt auch Überlegungen, sie für die benachbarten Realschüler zum Mittagsimbiss zu öffnen.

„Wir wollen eine häusliche und familiäre Atmosphäre schaffen“, betonen Heimleiterin Barbara Storck und Pflegedienstleiterin Heike Jürgen-Kickartz, die genauso wie das übrige Personal vom Beisenkamp zur Graf-Adolf-Straße wechseln. Die Senioren sehen also vertraute Gesichter.

Auch Menschen mit einer demenziellen Erkrankung werden dort versorgt. Zum therapeutischen Programm gehören unter anderem Geh-, Gleichgewichts- und Greiftraining sowie Wahrnehmungsschulungen. Das neue Haus sei nicht auf bestimmte Gruppen fixiert, sondern stehe allen Menschen offen, die pflegebedürftig sind.

Das Investitionsvolumen liegt bei 7,1 Mio Euro, erklären Wolfgang Sendt, Betriebsleiter der städtischen Alten- und Pflegeheime, sowie Sozialdezernentin Britta Anger beim Rundgang. Die anderen Beisenkamp-Bewohner wurden bereits in den Neubau Bayernstraße untergebracht.

Gemäß der Selbstverpflichtung der Stadt, den Energiebedarf gering zu halten und möglichst durch erneuerbare Energie zu decken, wurde das Haus nach dem KfW-Standard 60 gebaut (die Wärmedämmung muss so gut sein, dass gegenüber einem Standardhaus 30% weniger Energie benötigt werden). Zusätzlich wurde zur Brauchwassererwärmung eine Solarthermieanlage auf dem Dach installiert.

Den Standort Beisenkamp will die Stadt erhalten, aber nach einem Abriss durch ein modernes Seniorenzentrum ersetzen, lauten laut Sozialdezernentin Britta Anger und Ernst Steinbach (Vorsitzender des Betriebsausschusses für die Eigenbetriebe) die Überlegungen. Bedarf an Pflegeplätzen sei vorhanden.

 
 

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