Narren feiern beim großen Umzug durch Wattenscheid

Ein Hellweg voller Jecken.
Ein Hellweg voller Jecken.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Geschätzte 30.000 Jecken jubeln in Höntrop. Prächtige Königs- und lokalpolitische Motivwagen sowie einfallsreiche Fußgruppen

Wattenscheid.. Kaiserwetter für die neuen Könige und die Tollitäten: Bei strahlendem Sonnenschein erlebten gestern Nachmittag „geschätzte 30 000 mindestens“ (Polizeichef Uwe Danz) Narren und Jecken den Gänsereiter- und Rosenmontagszug durch Höntrop. An der Kreuzung Hellweg/Zeppelindamm zogen die Sevinghauser Gänsereiter voran. Das Gros des Trosses kam bereits über die Op de Veih aus Höntrop angefahren.

Beste Stimmung bei den Jecken an den Straßenrändern. Einen wunderschönen Königswagen präsentierten die Sevinghauser, gefolgt von der Schützen-Musikkapelle. Auch einfallsreiche Motivwagen fehlten nicht. So wurden die Umleitungen und Baustellen in Wattenscheid aufs Korn genommen, nach dem Motto Wattenscheider Hellweg/Lohacker Straße, Hüller Straße/Narrenweg. Und, derzeit hochpolitisch, das Hallenfreibad im Höntroper Südpark. Nicht minder traditionell aber auch tagsaktuell: die Höntroper Gänsereiter, zunächst mit „100 Jahre Kanone“ und später dem prächtigen Königswagen. Auch hier bekamen Behörden, Organisationen ihr Fett weg. DHL ließ fliegen, nämlich die ferngesteuerte Biene als Päckchen-Überbringer. Kreativ die Fußgruppe als „Augsburger Puppenkiste“. Da hingen Urmel und Löwe an Strippen. „Lehrermangel – geteilte Meinung“ ist ebenso thematisiert worden wie die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl in Bochum unter „Bochum sucht den Superstar“. „Opel“, „leere Kassen“ und eine OB-Figur – noch ohne Kopf.

Was ist ein Zug ohne die Wagen u.a. der Kolpingspielschar Höntrop, der „Späten Mädchen“ und der „GüKaGe“, natürlich dem Prinzenwagen mit Dieter I. und Sabine I., den „Letzten Watermännern“, der K.G. Blau-Weiß Günnigfeld, den Musketieren, dem Hamsterwagen und den Nachbarn aus dem Gänsereiter-Königreich Freisenbruch. Auch die Techno-Party-Wagen der „WAT-Projekt 911“ und „Königreich“ fehlten nicht. Natürlich zog auch die „Rasselbande“ mit. Der närrische Wurm wurde immer wieder aufgelockert durch Fußgruppen. Da kamen die Trompeten aus Kornharpen, die holländische Blaskapelle „Boerenhof“, die Showtanz- und Blaskapelle „Con Spirito“ mit teils südamerikanischen- bzw. Latino-Klängen.

Armbruch und vom Pferd gefallen

Weder Polizei noch Rotes Kreuz konnten am Nachmittag viel Negatives berichten. Eine Person ist vom Pferd gefallen, glücklicherweise ohne viel Schaden zu nehmen, eine weitere Person hat sich im Bahnhofs-Bereich den Arm gebrochen.

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