Mit Ideen WAT nach vorne bringen

Solch ein Anblick sollte keine Ausnahme sondern Standard sein im Zentrum von Wattenscheid.
Solch ein Anblick sollte keine Ausnahme sondern Standard sein im Zentrum von Wattenscheid.
Foto: WAZ FotoPool
„Stadtwerkstatt“ tagt regelmäßig. Aktive entwickeln Konzepte im Hinblick auf die Förderung durch „Soziale Stadt“ zur Vermarktung oder Verkehrsentwicklung

Einige Mitstreiter haben aufgegeben, andere sind neu hinzugekommen: Die „Stadtwerkstatt Wattenscheid“ verzeichnet jetzt, nach über zweieinhalb Jahren, einen soliden Stamm von Aktiven, von Bürgern, die sich einmischen, Ideen und Konzepte erarbeiten. Alle drei bis vier Monate, also vier Mal im Jahr, kommt das Gremium im Alten Rathaus zusammen – unter der Moderation von Andreas Bentler, Leiter Stadtmarketing bei „Bochum Marketing“. Auf der jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche war Bezirksbürgermeister Manfred Molszich zu Gast.

Er fasst zusammen: „Bürger, die Realitätssinn haben, sind hier gut aufgehoben. Die Aktiven machen sich Gedanken, wie ein Veränderungsprozess in Angriff genommen und in Gang gebracht werden kann.“ Auf Kontinuität setzt die „Stadtwerkstatt“ bei den Mitwirkenden. Immer dabei sind Vertreter eines Planungs- und Architekturbüros, des Klaus-Steilmann-Berufskollegs, des Projekts „Hat Watt!“ (zur Entwicklung einer kommunalen Bildungslandschaft im Wohnbezirk), „X-Vision“, Künstler oder Aktive des Vereins „Humanitäre Solidarität Middle East“ (HSME). „Eine bunte, kreative und solide Mischung“ meint Molszich. Auf der vergangenen Sitzung ebenfalls vertreten: Falko Kupsch, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt der Stadt.

Moderator Andreas Bentler sagt: „Das Projekt ,Soziale Stadt’ bietet eine gute Perspektive, zielgerichtet Ideen umzusetzen.“ Über den Tellerrand hinaus schauen die Stadtwerkstattler auch. Etwa, um sich die Entwicklungen und Fortschritte ein paar Kilometer weiter am Springerplatz als Beispiel integrierter und integrativer Stadterneuerung (Bereich Westend, Griesenbruch, Stahlhausen und Goldhamme) anzusehen. „Hier wird sich die ,Stadtwerkstatt’ im Mai noch einmal im Rahmen einer Exkursion umsehen“, so Bentler. Förderung könne, sagt er, „sowohl ein Werbe- Flyer, als auch ein bunt bepflanztes Hochbeet, können Sprachkurse oder Lesungen sein. Die Bandbreite ist groß.“ Auch wenn die „Stadtwerkstatt“ nicht über finanzielle Mittel verfüge, so könne sie förderungswürdige Ideen anschieben, die beim „Stadtteilwettbewerb“ oder beim „Stadtwerke-Voting“ punkten. Auch Gestaltungsideen sind gefragt. Beispiel: das Verkehrszentrum, der August-Bebel-Platz. Ist der Platz noch zeitgemäß? Fragen, mit denen sich die „Stadtwerkstatt“ beschäftigt. Wer sich interessiert, mitmachen will, meldet sich per E-Mail bei Andreas Bentler: bentler@bochum-marketing.de

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