Marien-Hospital in Wattenscheid bekommt 20 neue Betten für die Geriatrie

Sie freuen sich über die 20 neuen Betten für das Marien-Hospital in Wattenscheid: Dr. Barbara Zeller, Geschäftsführer Thomas Drathen und Dr. Heinrich-Walter Greuel. Foto: Gero Helm
Sie freuen sich über die 20 neuen Betten für das Marien-Hospital in Wattenscheid: Dr. Barbara Zeller, Geschäftsführer Thomas Drathen und Dr. Heinrich-Walter Greuel. Foto: Gero Helm
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Eigentlich hat das Ruhrgebiet zu viele Krankenhausbetten - außer im geriatrischen Bereich: Darum wurde dem Marien-Hospital von der Bezirksregierung erlaubt, weitere 20 Betten aufzustellen. Die Verantwortlichen sehen sich in ihrer Arbeit bestätigt.

Wattenscheid.. Grund zur Freude im Marien-Hospital: Um 20 Betten wird der Akutbereich der geriatrischen Fachklinik erweitert. Die Bezirksregierung hat einem entsprechenden Antrag stattgegeben. „Dadurch hat unser Haus die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Heinrich-Walter Greuel.

Für die Klinik an der Parkstraße bedeutet die Zusage aus Arnsberg vor allem Planungssicherheit. „Die Betten sind ja eigentlich schon gefüllt, die Patienten schon da“, erklärt Dr. Greuel. „Durch den Aufbau unserer Demenzarbeit waren wir in den vergangenen Jahren zu 130 Prozent belegt.“ Grund genug, vor zwei Jahren den Antrag auf Erhöhung der Bettenzahl zu stellen.

"Der Bedarf war da"

Dass diesem Antrag jetzt entsprochen wurde, so der Ärztliche Direktor, sei in der jetzigen Situation schon ungewöhnlich und deutlich gegen den Trend: „Eigentlich hat das Ruhrgebiet eher zu viele Krankenhausbetten.“ Aber eben nicht im Bereich der Geriatrie, die angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger wird.

„Die Patienten sind einfach gekommen und haben das Marien-Hospital aufgesucht – der Bedarf war da“, erklärt Greuel, und Klinik-Geschäftsführer Thomas Drathen ergänzt: „Wir haben hier schon frühzeitig investiert und werden jetzt als geriatrische Spezialklinik wahrgenommen – sowohl von anderen Häusern als auch von niedergelassenen Ärzten.“

Während das Marien-Hospital in der Bevölkerung noch weitgehend als Reha-Klinik gesehen werde, sei das Krankenhaus in Fachkreisen sogar überregional als eines der größten geriatrischen Zentren Deutschlands bekannt. „Unser Modell hat sich bewährt“, freut sich Drathen.

Bei multiplen Störungen frühzeitig handeln

Konkret will das Marien-Hospital mit den 20 neuen Betten seine Akut-Geriatrische Abteilung erweitern. „Wir hätten dann 70 Betten in der Akutabteilung, 100 im Reha-Bereich und 30 Plätze in der Tagesklinik, so dass unser Haus 200 Patienten beherbergt“, rechnet Dr. Greuel vor. Für den Akutbereich bedeute die Erweiterung eine Steigerung von 40 Prozent. „Von der Relation her ist das deutlich mehr als zwanzig Betten“, bekräftigt Drathen.

Der Geschäftsführer und der Ärztliche Direktor sehen sich durch die Zusage in ihrer Arbeit bestätigt. „Wir haben uns mit dem geriatrischen Schwerpunkt ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und eine überdurchschnittliche Nachfrage gehabt“, erklärt Drathen. Statt die Patienten ins Sechs-Bett-Zimmer zu quetschen, habe man versucht, Qualität hochzuhalten. „Das war nicht immer einfach von der wirtschaftlichen Seite. Umso mehr sind wir stolz darauf, dass unsere Vorleistung jetzt honoriert wird.“

Dr. Barbara Zeller, Chefärztin der Akut-Geriatrischen Klinik, geht es vor allem darum, bei multiplen Störungen, wie sie die meisten Geriatrie-Patienten aufweisen, frühzeitig zu handeln. Die medizinische Versorgung im Marien-Hospital sei immer ganzheitlich: „Die 80-Jährige mit Lungenentzündung ist bei uns in der Akut-Geriatrie bestens aufgehoben.“ Thomas Drathen formuliert es noch umfassender: „Wir sind das Krankenhaus für den älteren Menschen.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen