Marien-Hospital geht gegen Langeweile vor

Redaktion
Katrin Marx (l.) und Petra Stangl laden zur Freizeitgestaltung ein. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
Katrin Marx (l.) und Petra Stangl laden zur Freizeitgestaltung ein. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid. Ein Aufenthalt im Krankenhaus oder in der Reha-Klinik kann – trotz vieler Untersuchungen und Therapien im Tagesverlauf – mitunter entsetzlich langweilig sein. Damit es den nicht bettlägerigen Reha- und Akutklinik-Patienten im Marien-Hospital nicht so ergeht, hat das Zentrum für Altersmedizin an der Parkstraße jetzt Abhilfe geschaffen: Für „Klinik-Urgestein“ Petra Stangl (55) wurde extra eine Stelle eingerichtet, in deren Rahmen sie sich fast ausschließlich um die Freizeitgestaltung der etwas älteren Patienten kümmert.

Dreimal pro Woche – immer montags, mittwochs und samstags – bietet die einstige Hauswirtschafterin des Marien-Hospitals gleich drei Spiel- und Bastel-Termine für die Patienten an: Spielen und Basteln, Bingo und Kegeln. Dafür hat die Klinik zahlreiche Gesellschaftsspiele, Bastelmaterial und eine kleine Indoor-Kegelbahn angeschafft. „Frau Stangl kann sehr gut mit Patienten umgehen und hat immer ein offenes Ohr“, lobt Pflegedienstleiterin Katrin Marx. „Sie lebt ihren Job – und das kommt gut bei den Patienten an.“

Auf die Idee der Spiel- und Bastelnachmittage kam Petra Stangl, als sie für kurze Zeit als Stationshilfe eingesetzt wurde. „Dabei habe ich immer wieder gehört, dass die Patienten sich nach zusätzlichen Freizeitangeboten sehnen, weil ihnen gerade an Samstagen, an denen keine Therapien stattfinden, langweilig ist.“

Das Angebot ist angelaufen, mit der Resonanz ist Petra Stangl noch nicht so ganz zufrieden – setzt aber auf die kommenden Tage. „Man muss sehen, wie sich das Ganze entwickelt“, sagt auch Katrin Marx. „Der Bedarf ist da – jetzt müssen wir sehen, ob auch die Termine passen, weil Therapien natürlich immer vorgehen. Aber bei unseren Terminen sind wir ja flexibel.“