„LiesWAT“ belebt Büchereiflur

Kunstkooperation: Die Bilder im Flur vor der Wattenscheider Bücherei wurden von Schüler/innen der Liselotte-Rauner-Schule erstellt.Fotos: Timo Gilke
Kunstkooperation: Die Bilder im Flur vor der Wattenscheider Bücherei wurden von Schüler/innen der Liselotte-Rauner-Schule erstellt.Fotos: Timo Gilke
„Schmökertausch“ vor der Stadtbücherei stößt auf Interesse. Kunstkooperation mit Schule geht in die dritte Runde. Nächster Literaturflohmarkt am 29. April

Reisende schwören seit vielen Jahren drauf. Seit Februar kommen auch Wattenscheider Leser/innen in den Genuss eines Bücher-Tausch-Systems im Gertrudiscenter. Direkt vor der Bücherei stellte der Förderverein „LiesWAT!“ ein Regal auf, das stetig wechselnden Lesestoff zum Mitnehmen und Platz zum Dalassen parat hält.

„Book-Exchange“ ist genauso simpel wie effektiv: ein ausgelesenes, im Idealfall empfehlenswertes Buch wandert ins Regal, ein neues, unbekanntes dafür in die eigenen Hände. Keine Kosten und ein ständig wechselndes, interessantes Angebot.

Regal ist frei zugänglich

Initiatorin und „LiesWAT“-Vorsitzende Astrid Kern freut sich über die bisherige Resonanz: „Wir haben in Absprache mit der Bücherei und dem Hausmanagement während der Jubiläumswochen das Regal aufgestellt und erstmals Bücher-Verschenk-Aktionen durchgeführt. Die Nachfrage war so hoch, dass ich es alle zwei Tage neu aufgefüllt habe.“ Besonders erfreulich sei das Interesse an Jugendliteratur und englischsprachigen Büchern.

Aus der erfolgreichen Initialzündung soll sich nun verstärkt der Austausch entwickeln: „Momentan werden noch mehr Bücher abgegeben als mitgenommen, so dass fast schon ein Überangebot besteht. Das möchten wir in den kommenden Wochen etwas regulieren.“

Der Gedanke hinter dem Book-Exchange ist schließlich, attraktive Bücher, die einem persönlich zugesagt haben, anderen zugänglich zu machen und so wortlos zu empfehlen. Es geht nicht darum, alte Buchbestände loszuwerden, um daheim Platz zu schaffen.

Hilfreich ist, dass das Regal ist auch frei zugänglich, wenn die Bücherei geschlossen hat: „So schauen viele Leute außerhalb unserer Öffnungszeiten vorbei und werden auf uns aufmerksam“, sieht auch Dirk Plewka, Leiter der Bücherei, Vorteile. Das Vorhaben des Fördervereins, den Gang vor dem Bücherhort lebendiger und einladender zu gestalten, nahm bereits am 19. November des vergangenen Jahres klare Formen an. Im Rahmen einer Kunstkooperation übergaben 25 SchülerInnen der Klasse 8a der Liselotte-Rauner-Schule die ersten sieben Werke.Aktuell ziert die zweite Auflage, die sich mit dem zehnjährigen Jubiläum der Bücherei am Standort Gertrudiscenter auseinander setzt, die Flurwand gegenüber der Räumlichkeiten. Im Laufe des Jahres folgt der dritte Aufschwung. Zudem steht der nächste Bücherflohmarkt von „LiesWAT“ ins Haus. Am 29. April werden von 10 bis 14 Uhr wieder literarische Kostbarkeiten im Gertrudiscenter am Aufgang zur Bücherei für kleines Geld angeboten. Der Erlös kommt wie immer der Kultureinrichtung zugute.

 
 

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