Leistungsschau der Lieblingsstücke

Die 25 Meisterschüler/innen aus der Klasse der Künstlerin Era Freidzon am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) haben ihrer Gruppenausstellung den Titel "Lieblingsstücke" gegeben. Hier die Gruppe bei der Vernissage.
Die 25 Meisterschüler/innen aus der Klasse der Künstlerin Era Freidzon am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) haben ihrer Gruppenausstellung den Titel "Lieblingsstücke" gegeben. Hier die Gruppe bei der Vernissage.
Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
Kunst-und Galeriehaus präsentiert Werke von 25 Schüler/innen der Meisterklasse der Künstlerin und Dozentin Era Freidzon. Große künstlerische Bandbreite

Eine Aura des Besonderen möchte die neu eröffnete Gruppenausstellung von 25 Schüler/innen der Meisterklasse der Künstlerin Era Freidzon am Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) vermitteln. Unter dem Titel „Lieblingsstücke“ präsentieren sie Arbeiten, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren während des Besuchs der Meisterklasse entstanden sind. „Insgesamt 84 sogenannte Lieblingsstücke sind in dieser Ausstellung zu sehen und bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich dabei um ein breites Spektrum unterschiedlichster Werke handelt“, sagte der Kunsthistoriker Dr. Bernd Gülker auf der Vernissage.

Karin Schlummer stellt eine vierteilige Serie aus, in denen sie großformatige Fischmotive bizarr in Szene setzt. „Mich interessiert das Spiel mit der Wahrnehmung und als Fischliebhaberin bin ich von der Schönheit der Tiefseefische in der pechschwarzen Umgebung immer wieder fasziniert.“

Eine ganz andere Art von Lieblingsstücken präsentiert Tatiana Eickhoff. Die Inspiration für ihre Werke fand sie bei einem Mittelalterfest. „Ich wollte darstellen, dass es in jedem Menschen etwas Herzliches und Natürliches gibt, unabhängig davon, in welcher Zeit wir leben,“ sagt die Künstlerin, die sich im traditionellen Stil klassischer Malweise ausdrückt und die in ihren Werken ihre russische Herkunft sprechen lassen möchte.

Während die Charaktere in Eickhoffs Werken durch klare Darstellungen den Betrachter unmittelbar emotional ansprechen sollen, setzt Anna Brilz bewusst auf Unschärfe. „Ich arbeite gerne mit Erinnerungen und finde es interessant, dass man oft an Details aus der Umgebung noch genau vor Augen hat, während die Erinnerungen an Gesichter oft verschwommen sind. Genau das versuche ich, in meinen Bildern zu zeigen.“

Das Format der Gruppenausstellung ist für sie etwas Besonderes, und das nicht nur, weil jeder Künstler etwas präsentiert, das ihm wichtig ist: „Der Zusammenhalt in unserer Klasse ist sehr ausgeprägt und obwohl jeder von uns ganz anders arbeitet, verstehen wir gut, was die Werke ausdrücken möchten“, betont Karin Schlummer.

Der Begründer der Meisterklasse Wilhelm von Schadow sagte in den 1820er Jahren, dass der Lehrer bei der Erfindung eigener Kompositionen nur eine beratende Funktion habe. Daher grenzt die Ausstellung Originalität nicht auf Bilder ein, sondern zeigt auch skulpturale Werke, wie beispielsweise die Geschichtskästen von Yvonne Haake oder die Skulptur „Sir Jeremy“ von Tatjana Schmidt.

 
 

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