Kritik an zugewucherten Wegen

Zugewuchert: Bürgersteig am Stadtgartenring.
Zugewuchert: Bürgersteig am Stadtgartenring.
Foto: privat

Wattenscheid..  Im Rahmen dieser Serie werfen die WAZ-Leser einen kritischen Blick auf das, was ihnen im Stadtbild so auffällt und melden dies der Lokalredaktion.

WAT gefährlich

Was viele Bürger derzeit besonders nervt: wucherndes Grün auf Gehwegen, das für Fußgänger ein gefährliches Hindernis darstellt. Zum Beispiel am Stadtgartenring: „Lange genug habe ich mich über die Bürgersteige am Stadtgartenring gewundert. Mittlerweile ärgere ich mich. Da will wohl einer Gras über den Dreck wachsen lassen“, so Cornelia Doberstein. „Abgesehen von Sturmschäden wächst dort jede Menge Unkraut. Grün ist ohne Zweifel schön, und mich stört auch nicht jeder Grashalm. Aber ich möchte gerne vernünftig einen Bürgersteig nutzen können. Wenn die Stadt auf die Verkehrssicherheit achtet, warum dann nicht hier? Kleine Kinder können hinter den Büschen schon gar nicht mehr gesehen werden. Oder wartet man ab, dass die Bürger auch hier wieder umsonst arbeiten. Machen wir doch gerne und immer wieder. Und wir bezahlen auch gerne für Leistungen die nicht erbracht werden.“

Wucherndes Grün verengt auch erheblich die Gehwege im Bereich der Gänsereiterhalle am Wattenscheider Hellweg. „Für Fußgänger und besonders Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer problematisch“, kritisiert Regina Klutzny.

Die Stadt erklärt, nach und nach solche problematischen Grünzonen am Wegesrand abzuarbeiten.

WAT langwierig

Michael Rinke ärgert sich über den Zustand des Wäldchens zwischen Centrum- und Blücherstraße, parallel zu der ehemaligen Bahnlinie. „Seit Sturm Ela ist da nichts gemacht worden, zum Ärger der dort früher oft anzutreffenden Spaziergänger, Hundebesitzer und Mountainbikefahrer. Leider ist das Waldstück seit einem Jahr eigentlich nicht mehr betretbar, durch umgestürzte und halb umgestürzte Bäume viel zu gefährlich. Jederzeit können Bäume ganz umfallen. Selbst die Eigeninitiative einiger Bürger wurde unterbunden, weil andere Mitmenschen mit der Polizei drohten, da dies ein Naturschutzgebiet sei.“ Laut Stadt – für die Beseitigung von Schäden im öffentlichen Unterholz zuständig – handelt es sich um ein Landschaftsschutzgebiet. Noch längst seien nicht alle Sturmschäden beseitigt, man arbeite alles weiterhin ab. Priorität hätten angelegte Wege.

WAT gedankenlos

Auf Brandgefahr durch Zigarettenkippen, die Autofahrer achtlos aus dem Fenster werfen, weist Dirk John hin. Dadurch kann sich das trockene Grün am Wegesrand rasch entzünden. So geriet wahrscheinlich dadurch am Mittwoch eine Fläche im Bereich Wattenscheider Hellweg/Bochumer Landstraße in Brand; die Feuerwehr rückte aus.

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