Kita-Kinder von St. Nikolaus Westenfeld ziehen um

Der kath. Kindergarten St. Nikolaus in Westenfeld wird kommende Woche leergezogen.Foto:Olaf Ziegler
Der kath. Kindergarten St. Nikolaus in Westenfeld wird kommende Woche leergezogen.Foto:Olaf Ziegler
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Gebäudezustand verschlechtert sich zunehmend. „Hummeln“, „Mäuse“ und „Rüsselbande“ auf andere Kitas verteilen. Investor soll in Westenfeld neu bauen

Abschied nehmen müssen die „wilden Hummeln“, die „süßen Mäuse“ und auch die „Rüsselbande“ von ihrem bisherigen Domizil. Das Gebäude der Kita St. Nikolaus an der Westenfelder Straße 117 „wird vorsorglich geräumt“. So teilen es Barbara Wagner, Abteilungsleiterin, und Wiebke Niemeier, Sprecherin des KiTa-Zweckverbandes des Bistums Essen mit. Und weiter: „Die Kinder der katholischen Kita St. Nikolaus werden in den kommenden Monaten in Nachbareinrichtungen betreut.“

Der Zweckverband schildert weiter: „Da sich der Gebäudezustand der Kita St. Nikolaus zunehmend verschlechtert, hat sich der Zweckverband, der Träger der Einrichtung, dazu entschlossen, die Kinder künftig an anderen Orten betreuen zu lassen.“ Es handele sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Kinder.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag wurden die Eltern darüber informiert, dass die Mädchen und Jungen aus dem dreigruppigen Kindergarten bis voraussichtlich zum Ende des Jahres in den benachbarten Kindertageseinrichtungen St. Suitbert an der Heribertistraße 34, in St. Gertrud, Gertrudenhof 6, und St. Maria Magdalena in Höntrop, Vincenzstraße 13, untergebracht werden. Laut Zweckverband habe das Landesjugendamt dieser Übergangslösung bereits zugestimmt.

Das Gebäude der Kita St. Nikolaus soll langfristig durch einen Neubau ersetzt werden. „Wir sind bereits in Gesprächen mit einem Investor“, sagt Geschäftsführer Peter Wenzel. Und: „Wenn alles nach Plan läuft, kann 2015 mit den Baumaßnahmen begonnen und 2016 das neue Haus bezogen werden.“

Im Gespräch mit der WAZ erläuterten Barbara Wagner und Wiebke Niemeier, dass „vom Gebäude keine Gefahr ausgeht und kein dringender Handlungsbedarf besteht.“ Die Statikerin habe das bestätigt. Es gebe auch keine Bergschäden, doch seien Setzrisse entdeckt worden. Barbara Wagner: „Es gab auch die Idee, den Boden zu verfüllen, aber dann hätten alle Leitungen ummantelt werden müssen, was sehr teuer geworden wäre.“ Deshalb habe sich der Zweckverband für ein ganz neues Gebäude entscheiden, das mit einem Investor errichtet werden solle. Hier könne derzeit noch nichts Konkretes gesagt werden, da die Verträge noch nicht unterschrieben seien. Wagner: „Der Standort Westenfeld soll bleiben. Der ist uns wichtig.“

Noch bis kommenden Donnerstag bleiben „Mäuse“, „Hummeln“ und „Rüsselbande“ im alten Gebäude. Nach den Sommerferien ziehen die „Hummeln“ komplett in St. Maria-Magdalena ein, die Rüsselbande in St. Gertrud und die „Mäuse“ in St. Suitbert.

 
 

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