Jugendfeuerwehr aktiv im Einsatz

Die Jugendfeuerwehr übt mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover.
Die Jugendfeuerwehr übt mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover.
Foto: Gero Helm
Zum 25-jährigen Bestehen beweist der Nachwuchs sein Können bei einer Großübung. Gruppen aus Günnigfeld, Eppendorf und Bochumer Ortsteilen dabei

Seit einem Vierteljahrhundert gibt es sie, die Jugendfeuerwehr in Wattenscheid und Bochum. Am Samstag demonstrierte der Blaurock-Nachwuchs – anlässlich des 25-jährigen Bestehens – der Öffentlichkeit in einer Großübung die Aufgaben und Kompetenzen der Feuerwehr. Als Ausrichtungsort hatte sich die Wehr den Bereich der Zeche Knirps (Zeche Hannover in Hordel) ausgeguckt. Beteiligt waren sechs Jugendgruppen aus Günnigfeld, Eppendorf, Altenbochum, Stiepel, Werne und Querenburg.

Feuer, entfacht durch eine Explosion; kurz danach Martinshörner. Mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr bogen um die Ecke und die Löschfahrzeuge hielten an. Die Kinder und Jugendlichen sprangen eilig heraus. Bei dieser Großübung auf dem LWL-Gelände bekamen die Jungbrandbekämpfer eine kurze Einweisung. In Windeseile wurden Schläuche verlegt, dann hieß es „Wasser marsch“. Die Explosion hatte Folgebrände verursacht, Personen wurden vermisst, der Austritt von Gefahrgut musste gestoppt werden.

Ausgerüstet mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten machten sich die jungen Feuerwehrleute ans Werk und konnten die Gefahren bannen. Sie stellten Können, Geschick und vor allem Schnelligkeit unter Beweis. Die Explosion wurde mit Spezialeffekten von Wolfgang Stabe, Pyrotechniker und Inhaber der Firma Stabel Company aus Bochum, dargestellt. Reimund Walter, Brandoberinspektor, erklärte: „Die vermissten Personen werden mit sogenannten Dummies dargestellt. Natürlich wird diese Lage ohne Gefahren für die mitwirkenden Kinder, Jugendlichen und Zuschauer inszeniert.“

30 Betreuer ehrenamtlich aktiv

Anwesend waren als Gäste auch die Kinderfeuerwehr-Gruppe aus Dülmen, 24 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, mit ihren Betreuern, die sich mit großen Interesse das Szenario ansahen. Der ganze Ablauf dieser Übung wurde außerdem mit einer Drohne überwacht. Die Jugendfeuerwehren gelten als vielseitige Jugendorganisationen und Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren. Spielerisch wird in den Jugendgruppen gelernt, wie im Notfall zu reagieren ist, wie gelöscht wird und wie die Gerätschaften funktionieren. Es gibt Fahrzeug- und Gerätekunde, taktisches Verständnis wird vermittelt, Grundlagen des Löschangriffs oder das Verlegen der Schläuche erlernen die jungen Feuerwehrleute. Ebenso, wann Erste-Hilfe-Maßnahmen notwendig sind und was es mit dem Umweltschutz auf sich hat.

Es sind zur Zeit 30 Betreuer ehrenamtlich aktiv, die noch bei Veranstaltungen, durch weitere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt werden. Zudem nimmt die Jugendfeuerwehr wichtige Aufgaben im Bereich der allgemeinen Jugendarbeit wahr. Mit verschiedenen Freizeit- und Ferienangeboten wirkt sie bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit.

Rund drei Stunden dauerte die Schau-Veranstaltung am Samstagvormittag. Anschließend gab es für die Jungendfeuerwehr noch ein gemeinsames Mittagessen.

Für viele junge Menschen bedeutet die Jugendwehr den Beginn einer Feuerwehrkarriere im Ehrenamt. Für die Jugendwarte/Betreuer ist es ein gutes Gefühl, zu sehen, wie die Jugend heranwächst. Im Mittelpunkt stehen für die Jugend der Spaß, das Miteinander und die „Faszination Feuerwehr“.

 

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