Jetzt den Fördertopf nutzen

Ellen Wiederstein
Das Hallenfreibad im Höntroper Südpark: Das Engagement für den Erhalt wächst ständig. Foto:Blossey
Das Hallenfreibad im Höntroper Südpark: Das Engagement für den Erhalt wächst ständig. Foto:Blossey
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Verein der Hallenfreibad-Freunde ruft Politik auf, die Bundesmittel für die Anlage im Südpark in Anspruch zu nehmen. Mitglieder sind bereit, mitzuwirken

Das Hallenfreibad im Südpark rückt zunehmend in den Blickpunkt. Der Ortsverband der Grünen in Wattenscheid hat einstimmig den Beschluss gefasst, dass die OV-Mitglieder (in Rat und Bezirk) sich für den Erhalt einsetzen müssen und einer Schließung nur dann zustimmen dürfen, wenn an gleicher Stelle ein neues Hallenfreibad errichtet wird. Das teilte jetzt Ratsherr Oliver Buschmann mit.

Ein bis vier Millionen Euro

Auch in der jüngsten Bezirksvertretung war es klarer Tenor, das Bad zu erhalten; eine Schließung werde abgelehnt (WAZ berichtete). Es könne nicht angehen, dass andere Bäder mit sechs- bzw. siebenstelligen Summen saniert und instandgesetzt würden, doch in Höntrop bis auf die Sprungturm-Reparatur nichts passiere“, so etwa SPD-Fraktionschef Wolfgang Schick. Und: Im Falle einer Schließung würde die SPD in WAT bei einem Bürgerentscheid an vorderster Front dabei sein.

Werner Loges, Vorsitzender des Verein „Freundinnen und Freunde des Hallenfreibades Höntrop“, hat nun einen Brief an SPD-Landtagsmitglied Serdar Yüksel verfasst und weist auf „unsere Initiative zur Beantragung von Fördermitteln aus dem Programm ,Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur’“ hin. In einem vorherigen Schreiben an die politisch Verantwortlichen in Bochum macht der Verein darauf aufmerksam, dass „Bundesmittel aus einem erst am 5. Oktober von Bundesbauministerin Hendricks vorgestellten Förderprogramm für geeignete Projekte im Sportstätten- und Kulturbau vergeben werden sollen. Es erfolgt ein Auswahlverfahren nach Kriterien, die das Wattenscheider Hallenfreibad Höntrop erfüllen könnte.“ Und: „Ein Antragserfolg würde der Stadt Bochum erhebliche zusätzliche Fördermittel und Wattenscheid den Erhalt des letzten öffentlichen Hallenschwimmbades sichern. Nutzt man diese Chance nicht, wird man die ein bis vier Millionen Euro, die vom Bund kommen könnten, später auf andere Weise finanzieren müssen.“ Loges schlägt vor: „Das Argument, dass für die notwendige Erstellung des Förderantrags keine ausreichende Zeit zur Verfügung stünde, können wir nicht gelten lassen, denn das Antragsformular ist sehr einfach gehalten und verlangt nur eine Projektskizze. Wir wären bereit, daran ehrenamtlich mitzuwirken.“

Der Verein, so Loges, habe sich „zum Zweck der Förderung des Hallenfreibades zum Ziel gesetzt, Sponsoren für Sach- und Dienstleistungen zu werben und Fundraising zu betreiben, woraus sich auch ein Finanzierungsanteil ergeben kann.“ Die Antragsfrist ende am 13. November, „aber bisher hat Bochum noch keinen Förderantrag für ein Schwimmbad gestellt.“