Jan Reintges stellt in der Awo aus

Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Wattenscheid..  Jan Reintges trägt schwarz. Wer ihn sieht, mag zunächst nicht glauben, wie farbenfroh seine Bilder sein können. Doch sie sind oftmals bunt, dabei vielschichtig wie das Leben. „Im positiven, wie im negativen Sinne“, betont der 39-Jährige.

Er sagt das vor allem auch deshalb, weil er viel gesehen und erlebt hat. Reintges besuchte zunächst die Fachoberschule für Gestaltung in Bochum, wollte dann Kunst studieren, machte aber erst eine Ausbildung zum Tischler. Infolgedessen ging’s auf die Walz: Australien, Afrika, bis nach Jamaika führte seine Wanderschaft. „All das, was ich gesehen, erfahren und gefühlt habe, fließt mit ein in meine Werke“, beschreibt Reintges sein Schaffen.

So malt er Köpfe, Masken, Schädel, aber auch Collagen sind entstanden, über 300 Werke beherbergt sein Atelier – und Wohnzimmer – in Langendreer. Kunst und Handwerk bilden dabei eine Symbiose, dies betrifft sowohl die Materialauswahl – hier setzt Reintges neben den traditionellen Techniken wie Acryl auch auf Lacke aus dem Baumarkt – als auch die Umsetzung. Improvisiert, experimentierfreudig sei sein Portfolio. „Doch gerade als Tischler muss ich sehr genau arbeiten. Das lässt sich auch aus den Bildern herauslesen.“

Eine Auswahl dessen ist nun im „CentrumCultur“ der Awo zu sehen. Die Vernissage beginnt am heutigen Samstag um 18 Uhr am August-Bebel-Platz 2a. Jan Reintges gastiert dort auf Einladung des „Künstlertreffs WAT“, daher wird Heidi Wehner aus dem Kreis mit einführenden Worten auf die 30 gezeigten Bilder eingehen. Der Künstler selbst wird als Gesprächspartner ebenso vor Ort sein, freut sich über seine erste eigene Ausstellung. Im Anschluss sind die Werke dann zu den Öffnungszeiten der Awo zu sehen. Der Eintritt ist jeweils frei.

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