Initiative läuft gegen Kindergartenschließung an

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Wattenscheid.  Günnigfelder Eltern machen weiter gegen eine kurzfristige Schließung des evangelischen Kindergartens mobil: Am Samstag riefen sie zum Protestmarsch durch den Ortsteil auf, rund 30 Teilnehmer kamen und ließen ihrem Unmut freien Lauf.

„Auch wenn der Kindergarten jetzt noch bis 2016 weitergeführt werden soll, wollen wir sicherstellen, dass keine Schließung vor der Öffnung eines neuen Kindergartens in Günnigfeld erfolgt“, stellte Stephanie Hüsch vom Elternrat klar. Denn die von der Stadt geplante Lösung, Ersatzplätze in Hordel anzubieten, lehnt die Initiative ab. „Viele Eltern haben kein Auto. Gerade im Winter ist der Fußweg zur Röhlinghauser Straße zu weit.“

Nicht allzu lang gestaltete sich hingegen der Protestlauf am Samstag, dem sich auch Vertreter aus der Politik anschlossen: Oliver Buschmann (Grüne), Anna-Maria van den Meulenhof (SPD) und Heinz-Werner Linke (UWG) signalisierten so ihre Unterstützung. Vom Kindergarten an der Günnigfelder Straße aus ging es durch den Ortsteil zum Marktplatz, wo gegenüber der Adventbasar der evangelischen Gemeinde stattfand.

Und damit kam der Protestzug an der richtigen Stelle an: Schließlich obliegt es weiterhin dem Kirchenkreis, wann die feststehende Schließung der Einrichtung, die ab kommenden Sommer 25 Kinder in einer Gruppe betreut, vollzogen wird.

Der Initiativkreis um Stephanie Hüsch will nun weitere Gespräche, etwa mit Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Superintendent Rüdiger Höcker führen, um diesen Stichtag in eine möglichst ferne Zukunft zu verlegen.

Höcker selbst sagte dazu kürzlich: „Wir werden kein Kind auf der Straße stehen lassen.“

 
 

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