Heimatforscher widmet sich Eibergs Geschichte

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Aus Westfalen und dem nördlichen Teil der ehemaligen Rheinprovinz schufen die Engländer nach dem Krieg Nordrhein-Westfalen. Gregor Heinrichs, stellv. Vorsitzender des Heimatgeschichtskreises Eiberg, hat das Thema aus lokalhistorischer Sicht betrachtet. „70 Jahre NRW – ein Grund dafür, sich auch die Geschichte des Verhältnisses zwischen Rheinland und Westfalen im Ruhrgebiet in Erinnerung zu rufen.“

Wie im Laufe der Zeit der westfälische Gebietsteil des Ruhrgebietes zu Gunsten des rheinischen Teils immer kleiner wurde, lasse sich besonders gut am Beispiel des Amtsbereichs Bochum erkennen. „Wie auf der historischen Kartenseite des derzeitigen amtlichen Stadtplanatlasses Bochum ersichtlich, umfasste das Gebiet Orte von Lütgendortmund im Osten bis Königssteele im Westen. Gemäß eines Gutachtens des Ruhrsiedlungsverbandes kamen die westfälischen Gemeinden Königssteele, Horst, Freisenbruch und die Hälfte der Gemeinde Eiberg vom Regierungsbezirk Arnsberg in den Regierungsbezirk Düsseldorf. Der westfälisch gebliebene Teil Eibergs kam nach Wattenscheid, ein kleinerer Teil zum heutigen Dahlhausen. Das war also schon vor der Gründung des heutigen NRW. Doch auch während der Zeit des jetzigen Bundeslandes setzte sich im Ruhrgebiet die Gebietsverkleinerung Westfalens fort. So kam 1970 das westfälische Altendorf/Ruhr durch die Eingemeindung nach Essen in den Regierungsbezirk Düsseldorf. Da Essen schon einen Stadtteil namens Altendorf hatte, wurde dann Altendorf/Ruhr umbenannt in Burgaltendorf. Eiberg ist noch heute ein zwischen Rheinland und Westfalen geteilter Ortsteil.“

Ortsverein erstreckt sichauf beide Gebiete

Der Heimatgeschichtskreis Eiberg – er feierte kürzlich das 850. Ortsjubiläum – sei der einzige heimatliche Ortsverein, der sich aufs Rheinland und auf Westfalen erstreckt.

Der Vorsitzende ist ein rheinisch Eiberger und der stellv. Vorsitzende ein westfälisch Eiberger. Bei der Enthüllung der Denkmaltafel über den mittelalterlichen Siedlungskern Eibergs am Ende der Varenholzstraße waren die Bezirksbürgermeister vom westfälischen Wattenscheid und vom rheinischen Steele zugegen.