Grundstein für Anbau des Marien-Hospitals in Wattenscheid gelegt

Auf dem Areal des Marien-Hospitals in Wattenscheid an der Parkstraße wird ein Erweiterungstrakt gebaut. Foto: Monika Kirsch
Auf dem Areal des Marien-Hospitals in Wattenscheid an der Parkstraße wird ein Erweiterungstrakt gebaut. Foto: Monika Kirsch
Foto: WAZ FotoPool
Um zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen, wird am Marien-Hospital in Wattenscheid angebaut. Am Donnerstag wurde der offizielle Grundstein für das Großprojekt an der Parkstraße gelegt. Bereits im Dezember soll der Bau eingeweiht werden können.

Wattenscheid.. Die Festgäste aus Kirche, Verwaltung, Politik und Klinik mussten sich ihren Weg über schmierig-schwierigen Boden bahnen. Aber so ist das auf Winterbaustellen, wenn es geschneit und geregnet hat. Für das Großprojekt, dass am Marien-Hospital an der Parkstraße entsteht, wurde am Donnerstag der offizielle Grundstein gelegt.

Patientenzahlen sind kontinuierlich gestiegen

Der Anbau – errichtet in Ost-West-Richtung – wird fünf Geschosse umfassen. Darin untergebracht werden zu ebener Erde eine Komfortstation mit 35 Betten (15 Einzel- und zehn Doppelzimmer mit eigener Nasszelle und Balkon) sowie zusätzliche Räumlichkeiten für die drei Reha-Stationen der geriatrischen Fachklinik. Im Untergeschoss entsteht ein Parkdeck.

„Vor dreizehn Jahren haben wir, nur 50 Meter von hier entfernt, den Grundstein für unseren Neubau gelegt“, erinnerte der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer des Marien-Hospitals, Dr. Heinrich-Walter Greuel, an die bis dato letzte Erweiterung. „Damals haben wir gedacht, wir hätten lange Zeit ganz viel Platz“. Ein Irrtum, wie er jetzt mit Blick und Dank ans Klinikpersonal für „kontinuierlich gute Arbeit“ konstatierte. Die Patientenzahlen sind in der Zwischenzeit kontinuierlich gestiegen, von 2009 auf das Folgejahr allein um etwa 35 Prozent. Im Akutkrankenhausbereich verfügt die Einrichtung über 100 Betten, die Tagesklinik hat 30 Plätze.

Auf Pfählen von 30 Metern Länge

Propst Werner Plantzen, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinik-Gesellschaft, unterstrich den „caritativen und diakonischen Auftrag“, den die Kirche mit der Hospital-Erweiterung wahrnehme. Er übernahm die Segnung des Grundsteins, der jetzt nur einen provisorischen Platz erhielt, später aber in einer Gebäudewand zu sehen sein wird. Von Architekt Oliver Rauch erfuhren die Gäste, dass der neue Komplex weder baulich noch finanziell „auf Sand gebaut ist“: Er ruht auf etlichen Pfählen von 30 Metern Länge, hat nach seiner Fertigstellung über 5200 qm Gesamt-Grundfläche und kostet etwa fünf Millionen Euro.

Mit dem Bau soll es schnell gehen: „Wir gehen davon aus, dass der Neubau im Dezember dieses Jahres eingeweiht werden kann.“ Im Frühjahr 2010 hatte das Architektenbüro den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen, Ende vergangenen Jahres war das ehemalige Schwesternwohnheim des Krankenhauses im hinteren Teil des Geländes abgerissen worden, um den notwendigen Platz für die Erweiterung zu schaffen. Rauch betonte, dass mit dem Neubau auch der gesamte Gartenbereich des Marien-Hospitals neu gestaltet werden soll.

Was auf dann wesentlich bessere Wege-Zustände hoffen lässt. Damit hatten die drei Mietparteien, die abseits der Baustelle aber auf dem Areal zu Hause sind, im Winter bereits ihre Schwierigkeiten.

 

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