Grundschule und Leithe neu beleben

Seit 2013 ungenutzt: Das Gebäude der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule an der Bertramstraße.
Seit 2013 ungenutzt: Das Gebäude der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule an der Bertramstraße.
Foto: WAZ Fotopool
Ratsmitglied Burkart Jentsch (SPD) bringt eine neue Kita in der Bertramstraße ins Gespräch. „Bündnis für Leithe“ hat möglichen Investor für Mehrgenerationenhaus gefunden.

Wattenscheid..  Ansätze gibt es verschiedene, das Ziel ist immer gleich: Durch eine neue Nutzung der leerstehenden Grundschule an der Bertramstraße in Leithe soll auch der Stadtteil belebt werden. Ratsmitglied Burkart Jentsch (SPD) bringt nun eine Kindertagesstätte ins Gespräch: „In Wattenscheid besteht eine Unterdeckung von U3-Plätzen. Zwar nicht zwangsläufig in Leithe, sondern vor allem in WAT-Mitte, aber auf diese Weise könnte man die Leute ein Stück weit in die Peripherie bringen und Leithe attraktiver gestalten.“ Dort sei der nötige Platz vorhanden.

Rückmeldung erforderlich

Möglich wäre zudem ein „kombiniertes Konzept“ – mit oder ohne Schulgebäude: „Eine Überlegung, wenn auch schweren Herzens, wäre ein Abriss. So könnte man im hinteren Bereich die Kita, im vorderen eine Wohnbebauung zur Bertramstraße hin errichten.“

Unter Berufung auf eine Mitteilung der Stadtverwaltung (Ende 2014) kritisiert Jentsch: „Es ist unfassbar, dass das Gelände immer noch ungenutzt ist und das Schulgebäude langsam verfällt. Die Stadt wollte die Fläche schon 2015 vermarkten. Das Grundstück ist fast 6000 Quadratmeter groß, in bester Lage und könnte teilweise auch sofort bebaut werden.“

Ein Problem, mit dem auch das „Bündnis für Leithe“ zu kämpfen hat. Bereits Anfang des Jahres schlug der Verein eine Neunutzung der ehemaligen Grundschule als Mehrgenerationenhaus mit integrierter Demenz-WG sowie Seniorenwohnungen vor. Auch auf diese Weise könnte man den Stadtteil wieder beleben, äußerte Gudrun Altgassen schon beim Neujahrsempfang im Januar: „Es gäbe wieder Anreize für den Einzelhandel, kleine Läden in der Nähe zu eröffnen, Veranstaltungen von Vereinen/Verbänden könnten etabliert werden und der Stadtteil wäre für junge Familien wieder deutlich attraktiver.“

Nun vermeldet die Vorsitzende: „Ein potenzieller Investor ist mittlerweile gefunden. Im ersten Schritt muss allerdings mit der Stadt geklärt werden, ob das Gelände weiterhin zum Verkauf steht oder es andere Pläne gibt.“ Dann erst stelle sich die Frage, ob eine Realisierung des Vorschlags interessant sei.

Offizielle Anfragen an den Rat der Stadt Bochum sowie die Wattenscheider Bezirksvertretung hat das Bündnis gestellt, hofft nun auf zeitnahe Rückmeldungen: „Wir müssen zumindest eine grobe Planung erstellen können“, so Altgassen, die auch Vorteile für die Stadt sieht: „Ohne viel Geld in die Hand zu nehmen, könnte die Entwicklung Leithes vorangetrieben und der Verfall des einstigen Herzstücks aufgehalten werden.“

Ob Mehrgenerationenhaus, Kita oder eine andere Lösung - Altgassen hofft: „Es wäre schön, wenn unser Bündnis konstruktiv miteinbezogen und nicht alles von oben entschieden wird. So können die Wünsche und Ideen der Bevölkerung in die Gespräche mit den Politikern vor Ort einfließen.“

 
 

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