Große Menschen helfen den Kleinen

Miloslava Sveshtarska und Ilka Gesner werben für Patenschaftsprojekt „Glückskäfer“ für Migranten.Foto:Joachim Haenisch
Miloslava Sveshtarska und Ilka Gesner werben für Patenschaftsprojekt „Glückskäfer“ für Migranten.Foto:Joachim Haenisch
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Projekt „Glückskäfer“ auch in WAT etablieren. Erstes Treffen für interessierte Paten hat stattgefunden. Unterstützung für Kinder mit Migrationshintergrund

Auf dem Weg zum Austausch lernen die „Glückskäfer“ jetzt – nach sieben Jahren in Bochum – auch in Wattenscheid gemeinsam das Fliegen. Zurzeit nehmen an dem Projekt vom Kommunales Integrationszentrum (KiBo) und dem Seniorenbüro Mitte 60 Ehrenamtliche und 70 Kinder teil.

Die Zahl der Kooperationen mit den verschiedenen Schülern nimmt zu, aber auch der Bedarf nach Erweiterung der Grenzen des Projekts steigt. Interesse bezüglich des Projekts zeigten viele Schulen aus Wattenscheid, wo der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund überwiegend groß ist. Daraus entstand die Idee, die Ehrenamtlichen in Wattenscheid über das Projekt ausführlich zu informieren bzw. eine Glückskäferveranstaltung zu organisieren.

Diese fand jetzt im Familienzentrum St. Pius statt. Ilka Genser, Monika Koch und Angelika Dieckmann vom Seniorenbüro Mitte, verantwortlich für die Pat/innen, und Miloslava Sveshtarska, zuständig für die Patenkinder, Vermittlung von Patenschaften, so wie den Kontakt mit den Schulen und Familien der Kindern, sowie Angelika Lücke vom „Hatt Watt“, beantworteten die Fragen der Teilnehmer. Als schon erfahrene Patinnen nahmen Irmgard Grote und Barbara Gerlitzki teil.

Malen, Kopfrechnen oder Singen

Es werden immer neue Pat/innen gesucht, wobei keine bestimmten Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Das Wichtigste ist laut Miloslava Sveshtarska und Ilka Gesner, „der Spaß am Umgang mit Kindern und die Zeit zu haben, etwa eine Stunde wöchentlich mit seinem Patenkind zu verbringen.“ Wesentlich für die Integration von den Kindern mit Migrationshintergrund seien sinnvolle, positive erste Erfahrungen mit der neuen Heimat und ihrer Kultur. Die Mithilfe kann ganz unterschiedlich aussehen: Lesen, Schreibübungen, Basteln oder Malen, Kopfrechnen oder Singen.

Eine weitere Frage, die bei der ersten Veranstaltung gestellt wurde: Wo sollen die Treffen stattfinden? Das sei von den persönlichen Vorlieben der Paten und von den Vereinbarungen mit den Eltern abhängig; ob in der Schule des Patenkinds, zu Hause oder ein Ausflug in die Bücherei sind möglich. Die Anmeldung von Paten nimmt das Seniorenbüro Mitte entgegen. Für die Anmeldung der Kinder und die Vermittlung ist das KiBo zuständig. Das Projekt legt seinen Fokus überwiegend auf Kinder in Grundschulen, möglichst mit Migrationshintergrund.

Wenn die Pat/innen zur Verfügung stehen, werden die Eltern von den angemeldeten Schülern und ihre Schulen kontaktiert. Voraussetzung für den ersten Kontakt ist die örtliche Nähe der Wohnorte der Teilnehmer. Nach Möglichkeit sollen unnötig weite Wege erspart werden. Sechs Mal im Jahr finden Patentreffen statt, bei denen sich die Beteiligten austauschen.

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