Friedenskirche stärken und beleben

V.l.: Ehrhard Salewski, Dieter Gens, Monika Vogt, Brigitte Stratmann, Hans Balbach und Detlev Bahr.
V.l.: Ehrhard Salewski, Dieter Gens, Monika Vogt, Brigitte Stratmann, Hans Balbach und Detlev Bahr.
Foto: Fischer
Zehnköpfiger ehrenamtlicher Initiativkreis möchte in Zusammenarbeit mit der ev. Gemeinde Wattenscheid/dem Presbyterium für Öffnung und neuen Schwung sorgen. Verschiedene Maßnahmen geplant. Eingangsbereich wird in Kürze verschönert.

Wattenscheid..  Leute und Leben in die Kirche bringen: Derart vereinfacht, scheint das Ziel des zehnköpfigen Förderkreises „Forum Friedenskirche“ (FF) überschaubar zu sein. Hinter der Fassade haben die Ehrenamtlichen jedoch viele Ideen gesammelt und einen umfassenden Maßnahmenkatalog erstellt. Vorhandene Angebote sollen erweitert, neue etabliert werden. Immer im Zentrum: eine offene Kirche, die das Miteinandern fördern soll.

„Gesicht der Stadt“ wird erneuert

Um Dieter Gens, Gründungsmitglied der Gemeindezeitung EWA, formierte sich im Mai der Initiativkreis, der die Ansprüche zusammen mit dem Presbyterium der ev. Gemeinde Wattenscheid umsetzen möchte: „Wir engagieren uns, weil wir alle schon seit Jahren Besucher der Friedenskirche sind“, so Gens. „Sie ist das Gesicht der Stadt, alle Wege führen zu ihr hin.“

In einem ersten Schritt wurden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Seit 1. August finden Menschen nicht nur samstags (11-13 Uhr), sondern auch dienstags und freitags (10-12 Uhr) einen „Ort der Ruhe“, können Fragen an Ehrenamtliche richten. Pfarrerin Monika Vogt: „Wenn die Türen offen stehen, kommen immer Leute. Daran möchten wir anknüpfen.“ Noch im September soll der Eingangsbereich einladender, die Tore erneuert (Anstrich, Patina) sowie die Vorräume farblich gestaltet werden.

Der zeitige Beginn soll sicherstellen, dass alle „staubverursachenden Arbeiten bis Oktober abgeschlossen sind“, so Kirchenmusiker Detlev Bahr. Dann wird die 38 Jahre alte Große Orgel erstmals grundgereinigt, zudem einige Reparaturen und eine Grundstimmung durchgeführt. Bahr (FF) weiter: „Dafür reist extra das Orgelbauunternehmen aus Straßburg an, wo das Instrument entstand.“ Die Musik soll weiterhin einen Schwerpunkt der Angebote darstellen und Besucher zum Mitmachen anregen.

Auch der Kunstbereich wird mit Ausstellungen gestärkt. Mit der 600-Jahr-Feier, der Vereinigung der ev. Kirchen und dem Reformationsjahr 2017 seien „wichtige Anknüpfungspunkte“ vorhanden, um die Kirche wieder interessanter zu gestalten und Mitarbeit zu ermöglichen, gibt Hans Balbach (FF) einen Ausblick: „Dieses Bemühen steht hinter allem. Unser Kreis ist dabei kein Beschlussgremium, ein enger Schulterschluss mit dem Presbyterium und der Vorsitzenden, Pfarrerin Vogt, zwingend notwendig.“

Ehrhard Salewski (FF) pflichtet bei: „Wir sind keine Parallelgesellschaft zum Presbyterium, stimmen alles ab. Durch persönlichen Einsatz möchten wir die Wege verkürzen.“ Vogt ergänzt: „Als Netzwerk-Organisation müssen wir uns mit allen gut absprechen. Veränderungen betreffen viele Leute, Rückfragen sind wichtig.“

Salewski betont: „Wir behalten auch die Alte Kirche am Markt im Blick. Beide Kirchen sind von gleicher Bedeutung.“ Er selbst sei seit 81 Jahren mit der Friedenskirche verbunden, u.a. durch Taufe, Konfirmation und Heirat.

Weitere konkrete Maßnahmen möchte das Forum Friedenskirche „Stück für Stück“ bekannt geben.

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