Fördergelder für Turmsanierung

Der Förderturm von Zeche Holland.
Der Förderturm von Zeche Holland.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Wattenscheid. Seit Monaten war es ruhig geworden rund ums Thema Hollandturm. Jetzt ist wieder Bewegung drin. Landesfördermittel (rund 1,3 Mio Euro), die wegen der Verzögerungen zu verfallen drohten, sind gesichert.

Im Januar soll der Abriss der maroden Schachthalle am Turm beginnen. Mit den Sanierungsmaßnahmen für den denkmalgeschützten Turm soll dann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2015 begonnen werden.

„Der Erhalt des Förderturms ist oberstes Ziel, schließlich ist er ein wichtiges Wahrzeichen für Wattenscheid. Bei der Turmsanierung gibt es mehrere Varianten“, erklärte der neue Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ruhr-Bochum (EGR), Rolf Heyer, jetzt in der Bezirksvertretung.

Ziel sei, den Förderturm mit den beantragten Fördermitteln und in Aussicht gestellten Mitteln aus einem weiteren Förderantrag „Städtebau-Förderung“ zunächst in 2015/2016 zu sanieren sowie die Standsicherheit des Schachtkopfes und des Schachtschutzbereiches für die Begehbarmachung des Fördergerüstes bzw. die Bebaubarkeit mit einem Neubau zu untersuchen und sofern finanzierbar auch baulich umzusetzen. Falls diese Variante nicht möglich ist, würde der Turm ohne Begehbarkeit für Besucher erhalten.

Mehrere Varianten

Zum Hintergrund: Nach jahrelangem Gezerre und mehreren Gutachten konnte im April dieses Jahres der drohende Abriss des Förderturms der ehemaligen Zeche Holland verhindert werden. Offen war weiterhin, wie der Turm und das umliegende Areal zukünftig genutzt werden können.

Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Wattenscheid, Serdar Yüksel, der sich für den Turmerhalt einsetzte, hat in der Vergangenheit verschiedene Gespräche zur Rettung und Weiterentwicklung des Förderturms geführt. „Für die Turmsanierung und den Abriss der Schachthalle werden keine zusätzlichen finanziellen Mittel beansprucht, sondern auf bereits zugesicherte Mittel zurückgegriffen. Damit entstehen den öffentlichen Kassen keine Mehrkosten.“ Für den Anstrich und die eventuelle Begehbarmachung durch Besucher werden Anfang des kommenden Jahres Fördergelder beantragt. Yüksel sieht in den neuen Entwicklungen „eine Chance zur Weiterentwicklung des Areals. Nachdem der Erhalt gesichert ist, gilt es nun, ein Konzept für die Nutzung des Gebiets auszuarbeiten.“ Er schlägt die Umgestaltung des Förderturms als „Aufenthaltsbereich für Menschen vor, um so einen Anziehungspunkt für Aktivitäten an und um den Turm herum zu schaffen“.

 
 

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