„Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ ins Leben gerufen

Derartige Container sollen ein kleines Dorf bilden und den Familien im Winter Schutz vor der Kälte bieten.Foto:Flüchtlingsdorf
Derartige Container sollen ein kleines Dorf bilden und den Familien im Winter Schutz vor der Kälte bieten.Foto:Flüchtlingsdorf
Caritas und Serdar Yüksel: Hilfe hilft vor Ort in der Region Dohuk im Nordirak

Wattenscheid/Ruhrgebiet..  Um den Flüchtlingen im Nordirak, insbesondere in der Region Dohuk zu helfen, hat der Wattenscheider Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel gemeinsam mit der Caritas die Initiative „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ ins Leben gerufen. „Die Initiative richtet sich an die Städte und Gemeinden im Ruhrgebiet mit der Bitte um Spenden für ein Flüchtlingsdorf im Nordirak. Unser Ziel ist es, noch diesen Winter ein Dorf aus 100 isolierten Containerunterkünften in der Region Dohuk zu errichten, um den Flüchtlingen menschenwürdige und sichere Unterbringungen zu bieten.“ Die Kosten für einen Container, der je zwei Familien Schutz bietet, beliefen sich auf 5000 Euro. Die Container würden kostengünstig direkt im Nordirak hergestellt und stünden vor Ort schnell zur Verfügung. Yüksel: „Wir bieten die Unterkünfte konfessionsübergreifend den Menschen an, die sie am dringendsten benötigen; also Familien mit Kindern“, so der Landtagsabgeordnete.

Die Container werden jeweils den Namen der Stadt tragen, die die Kosten übernommen hat. „Auf diese Weise bilden die Container unserer Städte ein Flüchtlingsdorf im Nordirak, das schon bald Familien in Not ein Zuhause bietet, damit sie den Winter vor Kälte geschützt verbringen können und sich nicht auf eine weitere gefährliche Flucht begeben müssen“, so Yüksel.

Mit Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr, Klaus Engel, Moderator des Initiativkreises Ruhr, und Fritz Pleitgen, ehemaliger Intendant des WDR, hat die Initiative prominente Schirmherren gewonnen.

Die Caritas genießt großes Vertrauen bei der Bevölkerung und übernimmt Logistik vor Ort. Spenden für das Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet sollen zu 100 Prozent der Initiative zugute kommen und können direkt an die Caritas gerichtet werden.

Schirmherrin Karola Geiß-Netthöfel: „Die Menschen hier wissen, wie Solidarität funktioniert, denn 25 Prozent der Menschen im Ruhrgebiet haben selbst einen Migrationshintergrund.“

 
 

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