Flüchtlinge ziehen bald um

Foto: Gero Helm

Die neue Flüchtlingsunterkunft auf dem ehemaligen Sportplatz an der Höntroper Straße 99 ist fast fertig. Geplant ist, dass u.a. Neuankömmlinge, die aktuell noch in den Leichtbauhallen „Auf dem Esch“ untergebracht sind, in die neuen „Modul-Bauten“ einziehen sollen, die von der Stadt gekauft wurden. Auch Flüchtlinge aus der ehemaligen Schule Ruhrstraße in Eppendorf sollen dort einziehen.

Um Rück- und Ausblick angesichts der aktuellen Entwicklungen ging es bei dem Infoabend, zu dem das Netzwerk Flüchtlingshilfe Eppendorf alle Bürger eingeladen hatte. Nach mehr als einem Jahr engagierter Arbeit rund um die Flüchtlingsunterkunft Ruhrstraße 30 wurde die Arbeit des Netzwerks und die Entwicklung vor Ort erörtert. Mehr als 60 Aktive und neu Interessierte sowie Bewohner der Unterkunft informierten sich kürzlich im Pfarrheim St. Theresia. Ute Bogucki, Leiterin des Amtes für Soziales der Stadt Bochum, sprach über die aktuelle Lage der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Zudem gewannen die Besucher Eindrücke von den Chancen und Probleme der ehrenamtlichen Arbeit. Das wurde besonders deutlich, als die einzelnen Netzwerk-Arbeitsbereiche nach der einjährigen Erfahrung in Eppendorf Bilanz zogen: Kleiderkammer, Sprachförderung, Freizeitgestaltung, Besuche bei Ärzten und Behörden, handwerkliche Hilfe bei Umzügen und Ausstattung von Wohnungseinrichtungen, Vermittlung von Arbeit. Ein anrührendes Dankeschön an die vielen Helfer formulierte Soran Khalid aus dem Irak, der seit neun Monaten in der Ruhrstraße wohnt und die Bedeutung von menschenfreundlichen Beziehungen so ausdrückte: „Wohnung ist wichtig, Geld ist wichtig, aber am wichtigsten: Man hat lauter Leute.“

Angesichts derzeit sinkender Flüchtlingszahlen wird die Unterkunft Ruhrstraße zum 8. Dezember freigezogen. Die noch verbliebenen Bewohner werden im wesentlichen in die neue, vom DRK betreute Unterkunft an der Höntroper Straße umziehen.

„Damit wird sich unsere Arbeit ändern. Zum Beispiel wird die Kleiderkammer im Pfarrbüro St. Theresia zum Jahresende geschlossen. Die Kleidung wird an die Kleiderkammer des DRK in Wattenscheid übergeben“, so Günter Ruddat vom Netzwerk Flüchtlingshilfe Eppendorf. „Zum Abschied aus der Ruhrstraße 30 laden wir daher schon am 3. Dezember ab 14.30 Uhr zu einem Winterfest des Netzwerks ein, das mit dem Ökumenischen Adventsfenster um 17.30 Uhr abgeschlossen wird.“

Wie es in Eppendorf und mit dem Netzwerk weitergeht, „darüber wird im KO-Rat am 5. Dezember um 19 Uhr noch einmal in der Schule beraten, einmal nach Möglichkeit mit Vertretern der ökumenischen Initiative ,Brückenbauer’, zum anderen mit DRK-Vertretern“.

 
 

EURE FAVORITEN