Farbenrausch und Licht-Visionen

Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Eine Ausstellung soll fesseln, Blicke auf Objekte lenken, die dem Betrachter plötzlich zu Subjekten werden. Das erreicht die Künstlergemeinschaft „Salon Vio l’Art“, die am Wochenende zur Vernissage ihrer Ausstellung „Blickwinkel“ in die WAZ-Geschäftsstelle eingeladen hat. Ausdrucksstarke Bilder in zum Teil explosiven Farben. Etwa die Landschaften und das Feuerwerk des Essener Künstlers Wolfram Klose. Der selbstständige Planer für Architektur-/Innenarchitektur wirkt als Freier Maler und hat für sich die Darstellung der Natur im Farbenrausch entdeckt.

Ein künstlerisches Kontrastprogramm dazu bietet der Architekt Werner Schaluda. Er kreiert Lampen. Aus Konservendosen. Manche Lichtgeber wirken wie architektonische Wunderbauten aus Fernost – in Miniaturformat. Andere wiederum erinnern eher an eine Bootslampe. Schaluda greift zu einem Objekt, lacht: „Konventionelle Ravioli, darüber Thunfisch.“ Und ergänzt: „Erbsen und Möhren nicht zu vergessen.“ Schaludas Lampen wirken, bestechen durch ihre Einmaligkeit. Die Gerüste, Stative baut er selbst oder kauft sie, um sie für seine Zwecke umzugestalten. Dann greift er zu den Konservendosen, bohrt Löcher ins Blech und konstruiert wahre Wunderwerke, die auch die Besucher der Vernissage nicht schlecht staunen ließen.

Die Ausstellung eröffnete die Künstlerin Angelika Stephan, die „Gefühlsmomente des Menschen“ handwerklich in Bildern und Prosa umsetzt. Sie begrüßte die Besucher und lud sie ein, in der Ausstellung zu verweilen und die Chance zu nutzen, die Künstler direkt an Ort und Stelle anzusprechen.

Für den guten musikalischen Ton sorgte Mitchel Summer, ein Mann, der sich auf alle Saiten versteht, ob Gitarre, Banjo oder Bouzouki. Leise und damit umso eindrucksvoller begleitete er die Vernissage mit typischen Gitarren-Stücken, die vom irischen Folk bis hin zum kubanischen Guantanamera reichten.

Die Künstlergruppe insgesamt ist geprägt durch ihre Vielseitgkeit. Autoren malen und Maler schreiben. Angelika Stephan: „Beides sind künstlerische Ausdrucksformen und damit gar nicht so weit voneinander entfernt.“

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