Die Leistungen der Schüler zeigen

Klaus Ehl und Christian Gode (v.l.) hängen die Bilder auf.
Klaus Ehl und Christian Gode (v.l.) hängen die Bilder auf.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
„100 (Werke) aus 40 (Jahren)“ als Abschieds-Ausstellung des Kunst-Lehrers Klaus Ehl präsentiert die WAZ im Rahmen der „Kulturoffensive“

Immer an der Wand lang – geht es in der Ausstellung „100 aus 40“, die die WAZ ab kommenden Freitag im Rahmen der „Kulturoffensive“ präsentiert. Nein, nicht wie im Kehrreim des populären Zech-Chansons aus 1907 beschrieben, sondern eher im Stil einer Chronik von 1975 bis 2015.

Klaus Ehl (65), Kunst- und Sportlehrer an der Märkischen Schule, geht Ende Januar in den Ruhestand. Den Abschied vom Gymnasium, von 1978 bis 2015 im Dienste am Schüler, nimmt er zum Anlass, darzustellen, was andere, die vielen Pennäler nämlich, in diesen knapp 40 Jahren geleistet haben. Klaus Ehl verabschiedet sich mit der Ausstellung unter dem Motto „100 (Werke) aus 40 (Jahren)“.

Ehl, sein Kollege Christian Gode und Referendarin Maria Krech sind emsig bei der Arbeit. Ehl hat die Werke der Schüler/innen aus vier Jahrzehnten zwar vorsortiert, doch müssen sie auch an die Wand gebracht werden. Und zwar chronologisch. Los geht’s mit grafischen Arbeiten, der Fachmann spricht von Informationsästhetik. Es folgt Grafisches in Farben, Gegenständliches, Selbstporträts. Früher einmal auf Millimeter- oder Kästchenpapier gebannt, dann im Laufe fortschreitender Technik mit Foto-Vorlage oder auch computeranimiert gefertigt. Herausragende Werke sind dabei etwa Albrecht Dürers Mutter, die in fünf weiteren Phasen immer mehr verändert, aktualisiert worden ist. Die Bandbreite ist enorm, zeigt Unterrichtsinhalte aber auch künstlerische Entwicklung und Veränderung auf.

Hat Ehl im Laufe seiner 37 Jahre mächtig viele Fortbildungen besucht, um – auch für die Schüler/innen und einen modernen Unterricht – immer auf dem neuesten Stand zu sein? „Einige“, sagt er. „Aber eigentlich habe ich mich viel mehr in Museen umgeschaut – nationalen wie internationalen.“ Das Spektrum reicht hier vom fast heimischen Folkwang-Museum in Essen oder dem Schloss Moyland in Bedburg (Kreis Kleve/Niederrhein) bis hin zum MoMa (Museum of Modern Art) in New York. Lernen, Weiterbildung in der Praxis – durch genaues Hinschauen. Schon als Teenager hat sich Ehl aufgemacht, um Kunst-Ausstellungen zu besuchen. Seine Frau Renate (61) und seine beiden heute erwachsenen Kinder sind oftmals mit auf Reisen gegangen.

Die Ausstellung „100 aus 40“ ist eine Querbeet-Schau. Unter manchen Arbeiten stehen sogar noch die Namen oder Jahrgänge der Schüler/innen; es wird sich damit also der ein oder andere in der Auswahl wiederfinden.

„100 aus 40“ wird am Freitag, 16. Januar, um 19 Uhr in der WAZ, Hüller Straße 7, eröffnet.

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