Die Kunst ist „grenzenlos“

Die Kunstmalerin Svetlana Fot ist schon dabei, ihre Werke in der WAZ-Kulturoffensive, Hüller Straße 7, aufzuhängen. Sie präsentiert auch Malerei auf Gegenständen wie Tischen oder Spiegel.
Die Kunstmalerin Svetlana Fot ist schon dabei, ihre Werke in der WAZ-Kulturoffensive, Hüller Straße 7, aufzuhängen. Sie präsentiert auch Malerei auf Gegenständen wie Tischen oder Spiegel.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
WAZ-Kulturoffensive präsentiert Svetlana Fot mit ihrer Ausstellung typisch russischer und ukrainischer Malereien. Bilder und Gebrauchsgegenstände

Eigentlich wollte die WAZ-„Kulturoffensive“ eine Sommerpause einlegen. Aber was heißt schon „eigentlich“? Spontan meldete sich die Wattenscheider Malerin Svetlana Fot und wollte „unbedingt noch im Juni“ ihre Werke zeigen. Und sowohl die Künstlerin als auch ihre Werke sind schon etwas Besonderes. So ist auch der Titel der Ausstellung besonders: „grenzenlos“.

Svetlana Fot (52) malt im typisch russischen Stil, nimmt sich aber Motive wie etwa den Wattenscheider Stadtgarten vor. Durch die eben eher aus Russland bekannten Farben und Maltechniken erscheinen die hier vertrauten, regionalen Landschaften in einer anderen Perspektive. Doch bietet die Malerin nicht nur Landschaftsbilder. Auch die für ihr damaliges Heimatland typische Bemalung von Wandtellern, Brettchen, Spiegeln oder Tischen hat sie erhalten, bewahrt und individuell künstlerisch weiter entwickelt.

Zur Person: Svetlana Fot wurde 1964 in Bursol, einer Stadt im russischen Altai-Gebiet, geboren. Von 1983 bis 1987 besuchte sie die Kunstfachschule in Nowoalteisk in Sibirien. Sie absolvierte ein Praktikum an der Kunstschule in Stukowo, Region Altai, nahe der Grenze zu Kasachstan. Von 1988 bis 2001 arbeitete sie als Kunstmalerin für verschiedene Unternehmen in Russland und in der Ukraine, wo sie fünf Jahre lang lebte. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. 2001 siedelte die Familie nach Deutschland, nach Wattenscheid, über. Ihr Mann Verwandte, die zuvor nach Bochum-Gerthe gezogen sind.

„Ich bin nicht politisch. Gelebt und gearbeitet habe ich sowohl in Russland als auch in der Ukraine. Und ich mag die Menschen in beiden Ländern sehr.“ Nun will auch die „Kulturoffensive“ keine politische Diskussion entfachen, sondern lediglich ein Beispiel dafür präsentieren, dass Kunst keine Grenzen kennen muss, also „grenzenlos“ ist.

Svetlana Fot wird ihre Ausstellung am Freitag, 12. Juni, um 17 Uhr (bis 19.30 Uhr) mit einer Vernissage eröffnen. Zu sehen sind die Werke dann zwei Wochen lang bis inklusive Freitag, 26. Juni.

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