Burger King-Betriebsrat bekommt Büro

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Zwei Termine vor dem Arbeitsgericht. Yi-Ko soll „nicht erforderliche“ BR-Arbeit aufzeigen

Wattenscheid.  Den Forderungen des Betriebsrates der Burger-King-Filiale Wattenscheid, deren Franchisenehmer die Firma Yi-Ko mit Sitz in Stade ist, gab das Arbeitsgericht Bochum jetzt Recht. Am vergangenen Mittwoch wurde verhandelt (Richter Dr. Sascha Dewender), dass dem Betriebsrat sowohl ein Büro als auch Stühle, ein Tisch und ein Computer als notwendiges Arbeitsmaterial zustehen würden. Wie Betriebsratsanwalt Marc Hessling auf WAZ-Nachfrage mitteilt, habe man sich auf einen Vergleich geeinigt. Dieser besagt: Ein Teil des jetzigen Lagers von Burger King am Dückerweg soll durch eine einzuziehende Wand abgetrennt werden, also aus einem großen Raum zwei kleinere gemacht werden. In einen dieser Räume wird dann der Betriebsrat einziehen. Der Arbeitgeber, die Yi-Ko, muss das Büro bis zum 31. Oktober fertiggestellt haben. Auch stehen dem BR nicht nur drei Stühle – so viele Mitglieder zählt die Arbeitnehmervertretung – zu, sondern fünf. Rechtsanwalt Hessling: „Der Betriebsrat bekommt auch mal Besuch, sei es von der Geschäftsleitung, der Gewerkschaft oder anderen Mitarbeitern.“ Rund 30 Arbeitnehmer schaffen bei Burger King.

Gütetermin zieht weiteren nach sich

Am gestrigen Donnerstag nun ging es bei einem Gütetermin, ebenfalls am Bochumer Arbeitsgericht (Richter Christian Vollrath) um die von Yi-Ko dem Betriebsrat gegenüber ausgesprochenen fristlosen Kündigungen und die damit einhergehende Unternehmensmeinung, dass acht Wochenstunden Betriebsratsarbeit „nicht realistisch“ seien.

Laut Anwalt Hessling vertrat das Arbeitsgericht die Meinung, dass acht Wochenstunden durchaus realistisch sein könnten. Dieses müsse dargelegt werden. Bei einem weiteren Termin, der nun im Dezember dieses Jahres stattfinden solle, habe Yi-Ko aufzuzeigen, wo die angeblich „nicht erforderliche“ Betriebsratsarbeit erfolgt bzw. gelegen haben soll.

 
 

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