Bund soll Platzsanierung stemmen

Noch staubt es auf der Platzanlage in Westenfeld, wie hier beim Sommerfest der Sportfreunde. Doch sowohl das Fußballfeld als auch die Leichtathletikanlagen sollen mit Hilfe des Bundes saniert werden.
Noch staubt es auf der Platzanlage in Westenfeld, wie hier beim Sommerfest der Sportfreunde. Doch sowohl das Fußballfeld als auch die Leichtathletikanlagen sollen mit Hilfe des Bundes saniert werden.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler

Wattenscheid..  Dass die Stadt das Sportzentrum Westenfeld sanieren und mit einem Kunstrasenplatz ausstatten möchte, ist bekannt. Neu ist jedoch, dass der Bund das Projekt finanzieren soll. So zumindest, wenn alles gut läuft, und der städtische Projektantrag im Rahmen des „Bundesförderprogramms Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ Erfolg hat.

„Andere Städte haben natürlich auch Anträge gestellt. Die Erfolgsaussichten lassen sich daher schwer einschätzen. Wir hoffen aber, damit eine Tür aufgestoßen zu haben“, teilt Sport- und Bäderamtsleiter Klaus Retsch auf WAZ-Nachfrage mit. Anfang kommenden Jahres entscheidet der Bund über die Förderung.

Aufwertung des Freizeitangebots

„Mit 100 Mio. Euro sollen ab 2016 – 2018 investive Projekte mit besonderer, auch überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für die soziale Integration in der Kommune und/oder zum Klimaschutz, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden“, heißt es dazu in der Verwaltungsvorlage, die dem Rat am 17. Dezember vorliegt.

Neben weiteren Standorten wurde Westenfeld ausgewählt, weil die Stadt bereits das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Gesundes Wattenscheid – Familienfreundlich und generationengerecht“ als Grundlage für das Programm „Soziale Stadt“ vorgelegt hat. Westenfeld grenzt an das Plangebiet. Zudem spielt dort mit Hasretspor ein Kooperationspartner der Awo Fußball, „steht für kulturelle Vielfalt und setzt sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Ungerechtigkeiten sowohl im Sport als auch in der Gesellschaft ein“, so die Verwaltung.

Und weiter: „Die Platzanlage wird neben der Vereinsnutzung auch durch den Schulsport stark frequentiert. 2013 wurde das Verbundsystem, bestehend aus der Hellweg-Schule, der Maria Sibylla Merian-Gesamtschule, der Märkischen Schule, der Pestalozzi-Realschule sowie dem Olympiastützpunkt Westfalen/Bochum, offiziell als ,NRW-Sportschule’ eingeweiht. Hier werden Talente in den Sportarten Leichtathletik, Fußball und Rhythmische Sportgymnastik gefördert.“ Argumente, die für den Standort sprechen sollen.

Die Abwicklung des Umbaus inkl. Erneuerung der Leichtathletikanlage müsste bis 2018 über die Bühne gehen. Die Kosten liegen dafür dann bei 900 000 Euro, wobei die Stadt im Falle einer Förderung nur noch zehn Prozent tragen müsste. Die Sportstätten-Entwicklungsplanung bleibt davon zunächst unberührt.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel