Bürgerbeteiligung vorgesehen

Im Blickpunkt: die Sportanlage Dickebankstraße.
Im Blickpunkt: die Sportanlage Dickebankstraße.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.  Ausführlich wurde am 2.12. in der Bezirksvertretung auch über das Thema „Sportanlage Dickebankstraße“ gesprochen, teils im öffentlichen Sitzungsteil.

Die benachbarte Großbäckerei Bereket (ca. 130 Arbeitsplätze) will der Stadt wie berichtet 11 000 qm abkaufen, um zu erweitern und an diesem Standort zu bleiben. Der Erlös soll den Bau eines Kunstrasenplatzes für SW Wattenscheid 08 ermöglichen. Anwohner befürchten aber Probleme durch diese Planung.

Für die Firmenerweiterung, so betonten Vertreter der Stadt, soll ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden, mit Bürgerbeteiligung und öffentlicher Auslegung. Anwohnerbelange sollen so eingebunden werden. Für den Bau des Kunstrasenplatzes reiche das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren aus, wobei Immissionsschutz-Auflagen einzuhalten sind, erklärte Martin Dabrock (Planungsamt). „Dies ist heute ein Auftakt zum Thema, wir stehen am Anfang. Die Öffentlichkeit wird beteiligt“, so Klaus Retsch (Sportamt) und Anja Kraft (Wirtschaftsförderung). Es solle nichts im stillen Kämmerlein entschieden werden.

Alle drei Seiten - Firma, Sportverein und Anwohner - sollen berücksichtigt werden, forderten Wolfgang Schick (SPD), Hans Balbach (CDU) und Klaus-Peter Hülder (UWG). Hingewiesen wurde auch darauf, dass der bestehende Lärmschutzwall zur Straße Alte Ziegelei hin viel zu niedrig, statt sieben Meter nur bis zu 4,50 Meter hoch sei.

Der Grünflächenverein Pro Grün erklärt, bei dem Grundstücksverkauf sei „je nach Grenzverlauf entweder eine Änderung des Bebauungsplans Nr. 817 oder ein neuer Bebauungsplan erforderlich. Dabei haben die Anwohner alle ihnen gesetzlich zustehenden Rechte“, so Horst Ley. Man werde „alle Initiativen unterstützen, die darauf pochen, den Umweltschutz zu wahren“.

 
 

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