Blauröcke führen den Ernstfall vor

Es sieht aus wie ein Notfall. Die Freiwillige Feuerwehr Höntrop demonstrierte gemeinsam mit 17 beteiligten Organisationen den Ernstfall. Fotos:Walter Fischer
Es sieht aus wie ein Notfall. Die Freiwillige Feuerwehr Höntrop demonstrierte gemeinsam mit 17 beteiligten Organisationen den Ernstfall. Fotos:Walter Fischer
Foto: Fischer
Höntroper Feuerwehrfest ist ein Besuchermagnet. 17 Vereine und Organisationen zeigen, wie im Notfall zu handeln ist. Auch das Feiern kommt nicht zu kurz

Zwei Autos sind zusammengestoßen, augenscheinlich Personen verletzt. Mit Blaulicht und Martinshorn rückt der Rettungsdienst zur Unfallstelle an der Höntroper Straße 97 aus. Über Funk hält man kontinuierlich Kontakt zur Einsatzleitung. Schnell wird klar: Ein Fahrer ist flüchtig, ein Hund verletzt. Tiernotrettung und Hundestaffel werden angefordert. Die Polizei rückt an, um die Unfallstelle zu sichern, die Notfallseelsorge wird alarmiert, eine Drohne schwebt wachend über dem Szenario und durchsucht das Gebiet.

Die gemeinsame Übung am Samstagnachmittag war zweifellos einer der Höhepunkte beim Fest der Freiwilligen Feuerwehr Höntrop. Passiert ist natürlich niemandem etwas. Gezeigt wurde jedoch, wie in einem Notfall zusammengearbeitet wird, um Erwachsene, Kinder und Tiere schnellst- und bestmöglich zu versorgen. „Die Besucher haben heute die Möglichkeit, wichtige Organisationen im Einsatz und im Gespräch kennenzulernen, die nicht unbedingt zum alltäglichen Bild bei einem Notfall gehören“, freute sich Patric Olschweski, Löschzugführer der Höntroper, über die Beteiligung von insgesamt 17 Vereinen und Organisationen.

Bereits am Freitag war das Gelände rund ums Feuerwehrhaus an der Höntroper Straße „rappelvoll“, so der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Niko Halwer. Und: „Das zeigt, dass auch durchwachsenes Wetter keinen abhält, mit uns zu feiern. Uns freut es natürlich zu sehen, wie ganz Wattenscheid unser Fest annimmt, denn es macht deutlich, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Was das Ausmaß angeht, hat dieser Weg jedoch sein Ende gefunden, schiebt Oberbrandmeister Halwer hinterher: „Größer wird es nicht. Wir haben uns erstmals auch auf den Schotterplatz ausgeweitet mit den vielen Angeboten. Seit Januar sind wir mit der Organisation beschäftigt.“

Die Arbeit, die sich für die Einheit auch während des Festes fortsetzte, zahlte sich jedoch aus: Neben einem langen „Info-Weg“, auf dem die beteiligten, befreundeten Vereine sich und ihre Aktivitäten vorstellten, kamen vor allem die kleineren Besucher voll auf ihre Kosten. Das Kinderfest lockte mit einem Wasserpark, Hüpfburg, einer Torwand mit Geschwindigkeitsmessung und zahlreichen Spielen – allesamt mit Feuerwehrcharakter. „Früher bestand das Kinderangebot aus einer Spritzwand, da hat sich natürlich schon einiges getan“, schildert Halwer die kontinuierliche Entwicklung.

Auch den Erwachsenen wurde freilich einiges geboten. Neben diversen Essens- und Getränkeständen sorgte die laufende „Little Johns Jazz Band“ für Unterhaltung, später gab es „Partytime“ mit Musik vom Band. Spätestens mit Jonas Hectors erlösendem Elfmeter dürfte dann auch die Stimmung beim gemeinsamen Public Viewing übergekocht sein.

 
 

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