Bezirk setzt sich für Bad-Erhalt ein

Auch ein Verein macht sich für die Rettung des Hallenfreibades Höntrop stark.
Auch ein Verein macht sich für die Rettung des Hallenfreibades Höntrop stark.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid.  Die Bezirksvertretung hat gestern den gemeinsamen Etatantrag wie in den Vorjahren einstimmig verabschiedet. Die Bezirksmittel über rund 741 000 Euro werden im kommenden Jahr größtenteils für Hochbausanierungen – vor allem Schulen – verwendet.

Tenor war, dass die Gelder, die die Stadt den Bezirken seit Jahren in unveränderter Höhe bereitstellt, viel zu niedrig seien. Finanziert werden müssten unabwendbare, große Maßnahmen wie Schulsanierungen „eigentlich durch Sonderprogramme des Rates“, so Klaus-Peter Hülder (UWG). „Wir wollen und brauchen mehr Geld“, betonte Wolfgang Schick (SPD). Auch Hans Balbach (CDU) rechnete vor, dass die Bezirksmittel ausgeweitet werden müssten.

Zum Hallenfreibad im Südpark war Tenor, das Bad zu erhalten; eine Schließung werde abgelehnt. Schick: „Es kann nicht angehen, dass andere Bäder mit sechs- bzw. siebenstelligen Summen saniert und instandgesetzt werden, doch in Höntrop bis auf die Sprungturm-Reparatur nichts passierte.“ Im Fall einer Schließung würde „die SPD Wattenscheid bei einem Bürgerentscheid an vorderster Front dabei sein“. Olaf Krause (Grüne) meinte, dass zu überlegen sei, wie die Einnahmen erhöht werden könnten, z.B. durch die Sauna-Reaktivierung, „ob in städtischer Regie oder mit einem privaten Partner“.

Der Flüchtlingszustrom war zudem ein zentrales Thema. Gelobt wurden die Anstrengungen der Stadt und das bürgerschaftliche Engagement bei der Aufnahme der Asylsuchenden. In der Sitzung wurde bekannt, dass neben den bekannten Unterbringungslösungen auch eine Leichtbauhalle für bis zu 300 Menschen auf dem einst angedachten Parkplatz an der Sportanlage Auf dem Esch am Hellweg in Höntrop Anfang 2016 geplant ist.

Beisenkamp-Projekt verfolgen

Angemahnt wurde, dass die Stadt endlich das Projekt „Neubau der Senioreneinrichtung am Beisenkamp“ weiter verfolgen müsse. Inzwischen ist sogar die Genehmigung für den Abriss des Altbaus hinfällig. Man erwarte von allen Beteiligten eine zügige Umsetzung des Neubaus.

Hülder forderte nochmals, die Citysanierung voran zu treiben. „Für uns reicht die Innenstadt vom Alten Markt bis zur Post. Auch der Bereich zwischen Post und Bebel-Platz muss überplant werden. Wir müssen die Aufenthaltsqualität der City insgesamt verbessern. Also: Welche Fortschritte bringt uns das Förderprogramm Soziale Stadt?“

 
 

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