Berufsnavigator-Projekt in der Pestalozzi-Realschule

Timo Gilke
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool
Das zweitägige Projekt „Berufsnavigator“ ist genau auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt. Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass große Erfolge erzielt werden konnten. Berufswahlkoordinator Udo Schmidt hofft auf Fortführung im nächsten Jahr.

Wattenscheid.  Ein Förderprogramm zur Berufsorientierung bietet die Wattenscheider Pestalozzi-Realschule derzeit. 120 Schüler der Jahrgangsstufe acht organisierten sich gestern in drei- bis fünfköpfigen Kleingruppen, um sich anschließend gegenseitig, anhand vorgegebener Fragen, anonym und elektronisch zu bewerten. Berufswahlkoordinator Udo Schmidt: „Lehrer sind in dieser Situation bewusst außen vor. Die Schüler sollen frei diskutieren können, um konstruktive Kritik zu üben.“ Über 30 Fragen, alle in Bezug auf Charaktereigenschaften und soziales Engagement, wurden gestellt, die Bewertungen (von eins bis sechs dem Schulnotensystem entsprechend) direkt online an einen Großrechner in Hamburg übermittelt.

Auswertung und Beratung

Heute besprechen sechs Betreuer des Berufsnavigator-Projekts die ausgewerteten Ergebnisse mit den Schülern, weisen auf Fähigkeiten und Neigungen hin, machen Berufsvorschläge, die letztlich zu einer erfolgreichen Vermittlung von Praktika führen sollen. Schmidt: „Das Projekt Berufsnavigator läuft sehr erfolgreich. Wir hoffen auch im nächsten Jahr auf finanzielle Unterstützung der Sparkasse. Trotz des Streiks waren alle Schüler pünktlich und motiviert. Das zeigt, dass es auf jeden Fall akzeptiert und ernst genommen wird.“ Im Anschluss an die Beratungen, erhalten die Schüler außerdem ein offizielles Zertifikat.

Positive Ergebnisse

Die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass eine gute Erfolgsquote erreicht wurde, berichtet Schmidt weiter: „Die Schüler erhalten ein viel besseres Gefühl für die eigenen Stärken aber auch Schwächen. Wir haben erfreut festgestellt, dass auf Grundlage der Auswertungen zahlreiche passende Praktika vermittelt wurden und der Einstieg in die Berufswelt sowie die Orientierung in dieser dadurch stark erleichtert wurde.“