Benefizkunst startet erfolgreich

Sehr gut besucht war die Ausstellungseröffnung „animalia 3“ am Samstag im Kunst- und Galeriehaus. Fotos:Gero Helm
Sehr gut besucht war die Ausstellungseröffnung „animalia 3“ am Samstag im Kunst- und Galeriehaus. Fotos:Gero Helm
Foto: FUNKE Foto Services
Ausstellung „animalia 3“ und wohltätige Porträt-Aktion sorgen für großes Besucherinteresse im Kunst- und Galeriehaus. Erlöse für Kunst und Tierheime

Sie ist eins der Zugpferde des Kunstzentrums in der Lohrheidestraße. Die „animalia“-Reihe sorgt stets für ein volles Kunst- und Galeriehaus. Den dritten Aufschlag garnierte Roland Kuck, als international anerkannter Künstler, Initiator und Dozent eine treibende Kraft des Instituts für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK), mit einer Benefizaktion, die schon jetzt als Erfolg verbucht werden kann.

Von den ersten Überlegungen, mithilfe von Tierporträts zu gleichen Teilen „Junge Kunst“ und Tierheime im Revier zu unterstützen, bis zur Vernissage am Samstag vergingen ganze zehn Monate.

15 „rote Punkte“ markierten Revier

Warum es einer solchen Zeitspanne bedurfte, zeigt das Ausmaß der Ausstellung. Der Platz im Kunst- und Galeriehaus reichte auf zweierlei Ebenen nicht aus. Zum einen waren die Räumlichkeiten zur Eröffnung komplett gefüllt. Wohlwissend, welch Besucherstrom zu erwarten war, hatte man daher die Werkschau von vornherein aufgeteilt und auf die Kunstakademie ausgeweitet. Im Galeriehaus werden 71 Werke von 58 Künstlern präsentiert.

Die Benefizaktion dient gleichzeitig als Studie der menschlichen Vorlieben. Dr. Bernd A. Gülker, stellv. Direktor des IBKK, hat nach Monaten der Vorbereitung alle Fakten parat: „Wenig überraschend ist es, dass jedes vierte Porträt einen Hund zeigt.“ Die launischen Erzfeinde auf vier Samtpfoten und Pferde trotten abgeschlagen hinterher. Ein Hase (Kuck), der direkt mehrfach angefragt wurde sowie Nadine Rexwinkels Koi-Karpfen und Helmut Ossowskis Kühe durchbrechen die Rangordnung.

Da es sich um Auftragsarbeiten handelt – Tierhalter konnten Fotos ihrer treuen Begleiter einschicken –, waren zwar der motivischen Vielfalt, nicht aber der Herangehensweise und Technik Grenzen gesetzt. Auf Adlerschwingen unterwegs sind die Erlöse: Jedes Porträt kann für eine Mindestspende von 150 Euro erstanden werden, die Künstler arbeiteten ehrenamtlich.

Rund 15 „rote Punkte“ markierten bereits am Samstag das Revier. Kuck: „Es ist sehr zufriedenstellend und die Aktion gut angekommen. Wir sind überzeugt, dass hier und da auch mehr gespendet wird.“ Allein fünf seiner insgesamt neun Arbeiten haben bereits neue Halter. Eine Wiederholung sei daher möglich, so Kuck: „Vielleicht in zwei Jahren. Wir haben Erfahrungen gesammelt und mit dem Katalog ein Instrument, um unser Anliegen bildhaft vorzustellen.“

Das Hochglanz-Werk versammelt Kurzbiografien aller beteiligten Künstler sowie die ausgestellten Werke, Grußworte der Initiatoren des IBKK sowie Schirmherr und „Hunde-Profi“ Martin Rütter. Für eine „Schutzgebühr“ von 15 Euro war der Katalog schon bei der Vernissage fast vergriffen.

 
 

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