Bauhaus will aufs Aquella-Gelände

Bauhaus will aufs ehemalige Aquarella-Gelände an der Berliner Straße 50 bis 62.
Bauhaus will aufs ehemalige Aquarella-Gelände an der Berliner Straße 50 bis 62.
Foto: WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Auf dem ehemaligen Aquella-Gelände zwischen Berliner- und Steeler Straße soll ein großzügig angelegter Bauhaus-Markt entstehen. Die Baumarkt-Kette will ihren jetzigen Standort an der Fritz-Reuter-Straße aufgeben und auf die größere Fläche umziehen.

Diese Pläne liegen der Bezirksvertretung am 4. Dezember (16 Uhr, Rathaus) vor, die sich mit dem entsprechenden Bebauungsplan Nr. 917 befassen wird. Zwei von Bauhaus vorgelegte Varianten für das sogenannte „Fachcentrum“ stehen zur Auswahl. Verkehrsprobleme und Umweltaspekte rücken dabei in den Fokus.

Bei Variante 1 reicht die „Drive-In-Arena“ für Baustoffe bis an die Steeler-/Hohensteinstraße heran, eine Lkw-Ein- und Ausfahrt sowie 150 m lange Lärmschutzwände sind an der Steeler Straße vorgesehen – bereits jetzt gibt es heftige Anwohnerproteste gegen den durch die Spedition-Ansiedlung verursachten Lkw-Verkehr auf der Steeler Straße. Wohnbebauung ist an der Brunnenstraße vorgesehen.

Wohnbebauung

In Variante 2 liegt die „Drive-In-Arena“ auf der Fläche zwischen Berliner Straße/Brunnenhof, für Anliefer- und Kundenverkehr ist die bereits bestehende Zufahrt an der Berliner Straße vorgesehen, außerdem ist eine mehrgeschossige Wohnbebauung an der Steeler Straße (zwischen Hohenstein- und Bogenstraße) geplant. Hauptverkaufsgebäude und Gartenmarkt liegen – wie in Variante 1 – im südwestlichen Grundstücksbereich. Der dichte Baumbestand zwischen Brunnenhof und Berliner Straße müsste komplett aufgegeben werden.

„Wir sind für Variante zwei“, erklärt Manfred Molszich (SPD). „Die Alternative mit weiterer Wohnbebauung an der Steeler Straße erscheint attraktiver“, meint Dirk Schmidt (CDU). Auch die Verwaltungsvorlage favorisiert Variante 2.

Westquell hatte zum April 2010 Insolvenz angemeldet. Der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung legte im Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan 917 im September 2010 fest, die Gewerbeflächen für Logistik- sowie Handwerks- und Produktionsbetriebe zu sichern; nicht zugelassen werden sollten u.a. Einzelhandelsbetriebe. In der Folgezeit wandte sich Bauhaus mit dem Ansiedlungswunsch an die Stadt – prinzipiell steht diese Planung aber der Zielrichtung des Bebauungsplans entgegen. Für die Verwaltung war dies dennoch interessant, da für den Bauhaus-Altstandort an der Fritz-Reuter-Straße „eine Nachfolgenutzung gefunden werden könnte, die sich besser in die Umgebung des Bahnhofs integrieren ließe“.

Da das jetzige Vorhaben nicht den Vorgaben des Masterplans Einzelhandel entspricht, sollen in der Masterplan-Fortschreibung Änderungen erfolgen. Demnach soll der Sonderstandort Ottostraße um das Aquella-Gelände ergänzt werden für den Bau- und Gartenmarkt. Im Gegenzug ist am Altstandort keine Einzelhandelsfolgenutzung mehr vorgesehen.

 
 

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